Arbeiter auf einer Baustelle

Paket ändert nichts an Grundproblemen im Land!

“Das großspurig angekündigte Impulspaket ist leider nicht mehr als ein mutloses Paketerl geworden. Von den 135 Millionen Euro bleiben nach genauer Durchsicht nur 24,75 Millionen übrig, die tatsächlich an zusätzlichem Geld fließen. Das ist schwarz-grüne Rosstäuscherei! Das Vorziehen einiger Baumaßnahmen ändert an den strukturellen Grundproblemen im Land rein gar nichts: Es fehlt in Tirol eine echte Strukturreform im Gesundheitsbereich und im Bildungswesen, eine mutige Entbürokratisierung, Maßnahmen gegen die Rekordarbeitslosigkeit auch abseits der Bauwirtschaft, Schaffung von viel mehr Wohnraum, um das sündteure Wohnen abzufedern etc. Um vielleicht kurzfristig einen Effekt zu erzielen, setzt die Landesregierung jetzt auf das Vorziehen von Baumaßnahmen – in den kommenden Jahren werden dann genau diese vorgezogenen Bauprojekte der Wirtschaft fehlen. Ob also von diesem mutlosen Impulspaket wirklich ein spürbarer Impuls für Tirol und die Tiroler ausgehen kann, ist angesichts der vorgestellten Ideen und Investitionssummen höchst fragwürdig“, meint FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider in einer ersten Reaktion.

Landesregierung fehlen zündende Ideen!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol nimmt positiv zur Kenntnis, dass sich die Landesregierung überhaupt bewegt hat, ist aber ob des geringen Ausmaßes und der fehlenden Ideen enttäuscht.

Fritz Landtagsabgeordnete Andrea Haselwanter-Schneider

“Durch das Vorziehen von Bauprojekten, werden – wenn überhaupt – ein paar Bauarbeitsplätze entstehen, ob für Tiroler ist aber schon wieder fraglich. Das weiß auch die Landesregierung selbst, nicht umsonst appelliert der Landeshauptmann heute, die Aufträge doch an heimische Betriebe zu vergeben. Es fehlen vor allem Arbeitsplatzwirksame Maßnahmen, Ideen für ältere Arbeitslose und Langzeitarbeitslose, es bleibt der Bildungs- und Sozialbereich weitgehend unberücksichtigt. So gibt es etwa nicht mehr frisches Geld für zusätzliche Ausbildungen von Personal, das in Tirol fehlt, beispielsweise Pflegepersonal oder Personal für die Kinderbetreuung“, hält Andrea Haselwanter-Schneider fest.

Bildung kommt zu kurz!

“Keine zusätzlichen Mittel gibt es auch für das wohnortnahe Nachholen von Hauptschulabschlüsse in allen Bezirken Tirols sowie die Möglichkeit den Lehrabschluss nachzuholen. Langfristig kreiert vor allem Bildung Jobs, das ist auch die Zukunftschance für ein Land wie Tirol. Alles in allem ist dieses mutlose und weitgehend ideenlose Impulspaketerl leider eine vertane Chance für die Menschen im Land, die unter Rekordarbeitslosigkeit, unter eklatant hohen Wohnkosten und unter den höchsten Kosten fürs Leben sowie den geringsten Einkommen in ganz Österreich zu leiden haben“, ist FRITZ-Landtagsabgeordnete Andrea Haselwanter-Schneider enttäuscht.