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„Es kann nicht sein, dass die TIGAS als Landesunternehmen Gewinne schreibt und jetzt ankündigt, dass sie den Tirolerinnen und Tirolern künftig noch mehr Geld aus der Tasche ziehen will. Ein Landesunternehmen kann nicht nur nach Gewinn und maximalem Profit streben. Nicht umsonst hat der Leiter der e-control Walter Boltz die heimischen Energieunternehmen als Heuschrecken bezeichnet. Auch die TIGAS nützt hier den fehlenden Wettbewerb in Tirol schamlos aus“, ist LA Bernhard Ernst verärgert.

TIGAS will gar keinen Wettbewerb

Um einen tatsächlichen Wettbewerb der Gasanbieter für die Bürger möglich zu machen, müsste endlich das fehlende Gasleitungs-Teilstück zwischen Tirol und Salzburg fertig gestellt werden. Daran scheint die TIGAS aber keinerlei Interesse zu haben. Stattdessen erklärt sie, ab 1. Jänner den Gaspreis für 70.000 Tiroler Haushalte um satte 11 Prozent zu erhöhen. Das sind monatlich 9 Euro für jeden Gaskunden.

„Gerade in Zeiten großer wirtschaftlicher Verunsicherung – viele Tirolerinnen und Tiroler fürchten um ihr Erspartes und kämpfen mit steigenden Krediten – und allgemeiner Teuerung müssen Landesgesellschaften ihre soziale Verantwortung besonders ernst nehmen. Wenn sie das nicht von sich aus tun, dann ist die Landespolitik gefordert. Es kann nicht sein, dass auch nur eine Tirolerin oder ein Tiroler frieren muss, weil das Heizen zu teuer ist“, so Ernst.

TIGAS muss soziale Verantwortung Ernst nehmen

Die Liste Fritz Dinkhauser – Bürgerforum Tirol fordert daher, dass die TIGAS von der Landespolitik aufgefordert wird, den Gaspreis 2009 auf dem derzeitigen Stand ein zu frieren. Letztlich ist es wirtschaftlich widersinnig, wenn das Land Tirol den Heizkostenzuschuss erhöht, nur damit ein Landesunternehmen dann wiederum den Gaspreis anheben kann.