Pflege

Hospiz ausbauen!

„In Tirol gibt es zwar eine Hospizbewegung, sowohl ambulant als auch stationär, allerdings zeigen die Daten der österreichweiten Bedarfserhebung und die Erfahrung, dass ein Ausbau dieser Betreuungsmöglichkeiten dringend an der Zeit ist. Derzeit können Schwerkranke und Sterbende im stationären Hospiz in Innsbruck mit 10 Betten – für ganz Tirol! – oder in einzelnen Bezirken bzw. Gemeinden ambulant betreut werden“, meint LA Dr. Andrea Haselwanter-Schneider anlässlich des jüngsten Hospiztages.

Der Liste Fritz Dinkhauser – Bürgerforum Tirol liegt die optimale, menschenwürdige Versorgung der betroffenen Menschen und deren Angehörigen sehr am Herzen. Daher setzen wir uns für einen Ausbau der stationären und ambulanten Hospizeinrichtungen ein.

„In Hospizen finden Schwerkranke und Sterbende die für sie ideale, bedürfnisorientierte Pflege. Nur bei diesem Betreuungskonzept sind eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung und intensive familiäre Unterstützung möglich. In Akutkrankenhäusern herrscht die tägliche Routine vor und der sterbende Mensch passt nicht in diesen Ablauf. Dies trifft ebenso für die zahlreichen Alters- und Pflegeheime zu, in welchen das Personal ohnedies schon vielfach Überdurchschnittliches leistet“, so Haselwanter-Schneider.

Zahlreiche Befragungen Schwerkranker zeigen, dass Menschen in dieser Lebensphase zwei Wünsche haben: Sie wollen nicht alleine sein und sie wollen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Angehörige sind ob der intensiven Betreuung und der psychischen Belastungssituationen vielfach überfordert und brauchen Unterstützung. Diesen Wünschen bzw. Anforderungen trägt die Hospizbewegung Rechnung.