Lehrer schreibt an Tafel
„Das Tiroler Schulsystem ist gut, aber nicht gut genug. Fakt ist: Tausend Schüler pro Jahr sind im Land ohne Schulabschluss. Hunderten wird die Zukunft verbaut, weil sie den Stempel der 3. Leistungsstufe der Hauptschulen oder der Sonderpädagogischen Zentren (ehemals Sonderschulen) tragen. Das ist alles andere als ein Qualitätsmerkmal für Tirols Schulen. Es ist erfreulich, dass sich LR Beate Palfrader jetzt um zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer bemühen will. Das ist schließlich die Voraussetzung um die Qualität an Tirols Schulen maßgeblich zu steigern“, sagt Klubobmann und Abgeordneter Bernhard Ernst, Bildungssprecher des Fritzklubs.

Tirols Schulen sind gut, aber nicht gut genug

Es gibt nach wie vor zu viele Schüler pro Klasse. Tirols Eltern zahlen hunderttausende Euro jährlich für Nachhilfe. Es fehlen Mittagstische sowie eine entsprechende Nachmittagsbetreuung für Schülerinnen und Schüler. In einer Zeit, in der Schule immer weniger zur Stätte der reinen Wissensvermittlung wird, müssen Schulen geradezu zu „Treibhäusern der Zukunft“ umgewandelt werden.

Schulen als “Treibhäuser der Zukunft”

Das Ziel dieser neuen, modernen Schulen ist es, den Schülerinnen und Schülern in erster Linie das Lernen zu lernen, ihnen soziale Intelligenz sowie Offenheit und Neugierde für neue Entwicklungen zu vermitteln. Dafür braucht es motivierte, qualifizierte und gut bezahlte Lehrerinnen und Lehrer, die leidenschaftlich ihrer Berufung nachkommen.

Vier konkrete Forderungen des Bürgerforums sind daher:

  • Abschaffung der Leistungsstufen
  • die Klassenschüler Höchstzahlen zu senken
  • eine bedarfsgerechte Anzahl an Stützlehrern sowie Assistenzkräften für Schüler mit Behinderung sowie sprachlichen Defiziten
  • mehr praxisbezogene Projektarbeit
  • ein verpflichtender Schüleraustausch im Rahmen der europäischen Jugendoffensive

Die ÖVP muss auch Geld für die Schulen locker machen wollen

„Das Bürgerforum unterstützt ÖVP LR Palfrader in ihrem Bemühen um 100 Lehrer. Aber 100 Lehrer sind zu wenig, um Tirols Schulen fit für die Zukunft zu machen. Die Zukunft der Tiroler Jugend darf nicht an den ÖVP Buchhaltern Switak und Molterer scheitern“, so Bernhard Ernst.