Knappes Ergebnis ist eine Chance für alle Beteiligten, das Gesamtprojekt noch einmal zu überdenken

Bei der Volksbefragung in Oetz haben sich die Bürgerinnen und Bürger mit einer Wahlbeteiligung von etwas über 55 Prozent denkbar knapp für das umstrittene Großhotel-Projekt im Ortsteil Schrofen ausgesprochen. Lediglich 21 Stimmen entschieden die Abstimmung zugunsten des Projekts.

Für die Liste Fritz ist dieses Ergebnis zwar zu akzeptieren, es zeigt jedoch unmissverständlich, wie tief die Bevölkerung in dieser Frage gespalten ist. „Diese hauchdünne Mehrheit sollte nicht missinterpretiert und als klarer Auftrag für ein überdimensioniertes Bauvorhaben verstanden werden. Vielmehr ist sie ein klarer Auftrag an alle Verantwortlichen, vom Bürgermeister über die Gemeinderatsmehrheit bis zum Projektbetreiber, das Großbauvorhaben nochmals zu überdenken. Die Bevölkerung ist vom überdimensionierten Projekt nämlich nicht überzeugt. Das geplante Megaprojekt ist deutlich zu groß dimensioniert, bringt zusätzlichen Verkehr, belastet die bestehende Infrastruktur und stellt eine unnötige Konkurrenz zu den bereits bestehenden Tourismusbetrieben im Ort dar. Es liegt jetzt an allen Zuständigen, Verantwortung zu übernehmen und zu entscheiden, ob es jetzt eine Chance für ein maßvolles, vernünftiges Hotelprojekt ohne großangelegte Reitanlage gibt“, so Sint, der deshalb an alle Entscheidungsträger appelliert, das äußerst knappe Ergebnis der Volksbefragung als Chance zu begreifen. Für einen neuen, maßvolleren Kurs im Sinne einer nachhaltigen Tourismusentwicklung in Oetz und darüber hinaus.