Bundesregierung und Konsumentenschützer müssen endlich handeln
Der aktuelle AK-Preisvergleich zeigt erneut: Die gleichen Produkte kosten in Österreich oft deutlich mehr als im benachbarten Bayern. Die Liste Fritz hat dafür kein Verständnis und fordert ein Ende dieser Preisdiskriminierung. „Dass die Tiroler mehr für die gleichen Produkte zahlen als Konsumentinnen und Konsumenten jenseits der Grenze, ist nicht akzeptabel. Das ist ein klarer Wettbewerbsnachteil für die Menschen in Tirol“, kritisiert Parteiobfrau Andrea Haselwanter-Schneider.
Laut EU-Rechtsexperte Walter Obwexer ist dieser „Österreich-Aufschlag“ EU-widrig. Die Liste Fritz sieht das genauso. Preisunterschiede aufgrund nationaler Vertriebsstrategien seien rechtlich und moralisch problematisch. „Das Logistik-Argument ist eine Ausrede. Es geht lediglich um Gewinnmaximierung auf Kosten der Konsumenten. Wer in Europa Geschäfte macht, kann sich nicht auf nationale Grenzen ausreden“, so Haselwanter-Schneider.
Gefordert ist die Bundesregierung. Sie muss handeln. Wir als Liste Fritz werden mit Expertinnen und Experten das Gespräch suchen, um herauszufinden, inwieweit die EU-Kommission einzuschalten ist. „Zwei Großkonzerne wurden bereits zu hohen Strafen verurteilt.“