Der Vorstoß der Landesrätin in Bezug auf die Verlängerung der Öffnungszeiten in den Kindergärten sowie die Überlegungen, Kindergärten künftig auch in den Ferienzeiten zu öffnen, ist sehr begrüßenswert. Damit wird gerade den Bedürfnissen von berufstätigen Müttern und Vätern bzw. AlleinerzieherInnen Rechnung getragen. (Foto: Mike Frajese, pixelio.de)

Öffnungszeiten nicht von Kinderzahl Abhängig machen

Allerdings fällt auf, dass dieses Konzept nur dann zur Umsetzung gelangen soll, wenn die Kinderanzahl, für welche diese Regelungen in Anspruch genommen werden soll, eine noch festzulegende Zahl überschreiten muss.

„Da ist Vorsicht geboten. Denn das heißt, dass damit wiederum in sehr vielen kleineren Gemeinden diese Nachmittags- und Ferienbetreuung nicht zustande kommen wird. Das ist ungerecht und führt am gemeinsamen Ziel vorbei“, sagt LA Andrea Haselwanter-Schneider von der zweitstärksten Partei in Tirol.

Auf die kleinen Gemeinden nicht vergessen!

Die Liste Fritz Dinkhauser – Bürgerforum Tirol schlägt bei einer weiteren Ausarbeitung des Konzeptes eine Vernetzung von einzelnen Gemeinden vor allem in den Sommermonaten vor. Damit könnte in den verschiedenen Regionen der Zugang zu einem solchen Angebot von allen, die beruflich tätig sind, sichergestellt werden.

In das Konzept muss auch die Situation von Pflichtschulkindern eingearbeitet werden und auch deren Betreuung in den Ferienzeiten und am Nachmittag ihren Bedürfnissen entsprechend Berücksichtigung finden.