Kugelschreiber
„Der Versuch, den Landesschulrat und die Schulabteilung des Landes zu einer Bildungsdirektion zusammenzuführen, ist absolut begrüßenswert“, sagt LA Gottfried Kapferer von der zweitstärksten Fraktion im Tiroler Landtag zum Vorschlag von Landesschulratspräsident Koler.

Allerdings will Koler die Gremien erhalten. LA Kapferer, Kultur- und Bildungssprecher der Liste Fritz Dinkhauser – Bürgerforum Tirol, fordert dagegen eine konsequente Lösung des Problems.

Weg mit politischem Einfluss im Schulwesen

„Die Gremien des Landesschulrates und der Bezirksschulräte sollten bei dieser Gelegenheit völlig abgeschafft werden. Das sind überlebte Instrumente. Sie dienen lediglich dazu, dass sich Parteien politischen Einfluss im Schulwesen sichern, was sich unter anderem darin niederschlägt, dass Direktoren-Posten nach politischen Zugehörigkeiten vergeben werden. Die Aufgaben des Landesschulrats soll die Abteilung Bildung des Landes übernehmen. Kein Mensch wird etwas merken, wenn es den Landesschulrat nicht mehr gibt!“, ist sich LA Kapferer sicher.

Die Liste Fritz Dinkhauser – Bürgerforum Tirol ist der Meinung, dass die Besetzung von SchuldirektorInnen nach fachlichen und pädagogischen Eignungs- und Leistungskriterien erfolgen und politische Bestellungen der Vergangenheit angehören müssen. Wie in der freien Wirtschaft sollten nur die Qualifiziertesten zum Zug kommen.

Nur die besten DirektorInnen und LehrerInnen für unsere SchülerInnen

Den Schuldirektoren sollte es in weiterer Folge auch möglich sein, sich ihr Lehrpersonal selber auszusuchen und über Leistungsprämien zu verfügen. Solche Leistungsanreize würden zu einer Qualitätssteigerung führen, da derzeit jeder Lehrer in der gleichen Verwendungsgruppe gleich viel verdient. Egal, ob er sich in seinem Beruf engagiert oder nicht.

„Auch in der Lehrerausbildung müssen neue Wege beschritten werden. Eignungstests müssen zwingend am Beginn der Ausbildung stattfinden. Derzeit kann jeder Lehrer werden, egal ob er geeignet ist oder nicht. Und dann merken leider viele Lehrer erst nach einigen Jahren Berufserfahrung, dass sie nicht geeignet sind. Da gibt es aber dann keinen Ausstieg mehr, da die Berufsausbildung der Lehrer keinen Umstieg auf andere Berufe möglich macht. Diese Lehrer quälen sich dann frustriert in die Pension, oft genug die Frühpension“, so LA Kapferer.