Wald

Forchat wird großflächig gerodet!

Für das Projekt eines neuen Feuerwehr- und Mehrzweckhauses in Terfens muss der Forchat in Terfens, der als größtes zusammenhängendes Waldgebiet des Unterinntales gilt, großflächig gerodet werden: Für das Feuerwehrhaus werden dauerhaft 3.500 m2 und befristet 2.180 m2 Wald und für die Lärmschutzwand dauerhaft 4.085 m2 und befristet 2.390 m2 Wald gerodet. Rund 27.540 m3 Schotter werden abgebaut.

Liste Fritz nimmt Sorgen der Bürger ernst!

“Nachdem besorgte Bürger mit Fragen zu diesem Projekt an uns herangetreten sind, weil sie von den zuständigen Stellen keine zufriedenstellenden Antworten erhalten haben, haben wir im Landtag eine schriftliche Anfrage an die zuständigen Landesräte Felipe, Geisler und Tratter eingebracht. Schließlich sind die Sorgen der Bürger, die Besonderheit des betroffenen Waldgrundstückes und natürlich das Interesse an einem zeitgemäßen Feuerwehr- und Mehrzweckhaus berechtigte Anliegen!”, hält FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider fest.

Zweifel bei Prüfung der Alternativstandorte!Andrea Haselwanter-Schneider von der Liste Fritz

Die Antworten der zuständigen Landesräte auf die Anfrage der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol bestätigen die hohe Wertigkeit des betreffenden Waldstückes, bringen Licht in die erfolgte Interessensabwägung und lassen Zweifel übrig, was die Prüfung der Alternativstandorte und die Verkehrslösung betreffen.

“Der Forchat bei Terfens und damit das betreffende Waldgrundstück hat mittlere Wertigkeit bei der Schutzfunktion, aber höchste Wertigkeit bei der Erholungsfunktion. Damit besteht ein öffentliches Interesse an der Erhaltung des Waldes, aber – nach Interessenabwägung durch die Behörde – ein noch größeres öffentliches Interesse am Feuerwehr- und Mehrzweckhaus. Ober sticht Unter, Feuerwehrhaus sticht Erholungswald aus. Zweifel bleiben an der Prüfung der Alternativstandorte: Während die Naturschutzlandesrätin zwei Alternativstandorte als ´nicht geeignet’ bezeichnet, nämlich den Platz des alten Feuerwehrhauses und den Bereich des Stublerfeldes, bezweifeln die besorgten Bürger, dass eine ´objektive und unvoreingenommene Prüfung’ stattgefunden habe”, zeigt Andrea Haselwanter-Schneider auf.

Im Wortlaut:

Anfragebeantwortung von LR Geisler an FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider, 21. Mai 2015

Anfragebeantwortung  von LR Tratter an FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider, 02. Juni 2015

Anfragebeantwortung von LR Felipe an FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider, 08. Juni 2015

Ideen der Bürger anhören und prüfen!

“Darüber hinaus kritisieren die Bürger, dass es keine geeignete Verkehrslösung für den geplanten Standort gebe. Es würde den involvierten Behörden – von der Bezirkshauptmannschaft bis zu den Landesabteilungen – und den politisch Verantwortlichen – von der Gemeinde- bis zur Landespolitik – gut anstehen, sich die Einwendungen der Bürger und die vorgebrachten Alternativstandorte noch einmal genau anzuschauen – in Ruhe und in aller Sachlichkeit. Es kann dem Gesamtprojekt Feuerwehr- und Mehrzweckhaus, dem Erholungswald und der Glaubwürdigkeit der Politik nur nützen, wenn sich die Verantwortlichen die Ideen der Bürger anhören und sie eingehend prüfen”, ist FRITZ-Landtagsabgeordneten Andrea Haselwanter-Schneider überzeugt.