„Wir sind froh, dass dieser Kelch an Innsbruck vorübergegangen ist. Der Zuschlag für den ESC 2026 geht an Wien – und das ist auch gut so. Bürgermeister Anzengruber muss sich nun schleunigst von seinen ESC-Träumereien verabschieden und sich endlich für Projekte einsetzen, von denen die Innsbruckerinnen und Innsbrucker tatsächlich etwas haben“, stellen die Liste Fritz-Gemeinderäte Andrea Haselwanter-Schneider und Tom Mayer klar.
Schon die Budgetkalkulation der Stadt Innsbruck mit 19,7 Millionen Euro war völlig unrealistisch. „Wer allen Ernstes glaubt, dass eine derartige Großveranstaltung im finanziellen Rahmen bleibt, der macht den Bürgerinnen und Bürgern etwas vor. Wien hat mit 45 Millionen das weit größere Budget veranschlagt – und selbst dort wird es noch Überschreitungen geben. Innsbruck steckt mitten in einer Finanzkrise. Vereine, Sozialinitiativen, Kultur- und Sportprojekte kämpfen mit massiven Kürzungen. Gleichzeitig hätte man für den ESC plötzlich zig Millionen Euro locker gemacht – das lassen wir nicht gelten!“, so Mayer und Haselwanter-Schneider.
Auch die Innsbrucker Bevölkerung hat ein klares Urteil gefällt: Rund 80 Prozent sind laut Umfragen gegen eine Austragung gewesen. „Die Menschen haben kein Interesse an einem Verkehrschaos, an überbordenden Kosten und Belastungen für die Stadt. Die vom Bürgermeister hochgelobten Chancen – Werbung, Hotellerie-Auslastung oder Steuereinnahmen – stehen in keinem Verhältnis zum Risiko und zu den Belastungen. Im Mai sind die Betten in Innsbruck ohnehin gut gebucht. Und Hand aufs Herz: Wer erinnert sich heute noch daran, wo der ESC vor zwei oder drei Jahren stattgefunden hat?“, fragen Haselwanter-Schneider und Tom Mayer.
„Wir fordern: Das Geld, das angeblich für den ESC zur Verfügung gestanden wäre, muss jetzt direkt den Menschen in Innsbruck zugutekommen – für Sozialvereine, Kinderbetreuung, Kultur, Sport und andere dringend notwendige Projekte in unserer Stadt. Dafür setzen wir uns als Liste Fritz ein. Großmannssucht und Millionenspiele auf Kosten der Bevölkerung sind mit uns nicht zu machen.“