Kind rechnet an der Tafel

„Frau Landesrätin, Thema verfehlt! Es ist schön, wenn die Landesregierung jetzt weiß, dass Tirols Lehrer ein tolles Image haben. Was soll das aber den Tiroler Kindern, Eltern und Lehrern nützen, sie haben Null davon! Das Geld für so eine Studie wäre in mehr Pädagoginnen und Pädagogen für Tirols Kinder wesentlich besser investiert gewesen. Auch die rund 2.000 fehlenden Lehrer bringt eine solche Umfrage bestimmt nicht, es geht nicht ums Image, es geht um die Rahmenbedingungen für die Lehrer“, erklärt LA Gottfried Kapferer zur heute präsentierten Lehrer-Umfrage.

Tirol gehen die Lehrer aus!

Fakt ist, dass laut eine schriftlichen Anfragebeantwortung durch Landesrätin Dr. Beate Palfrader von den derzeit 7.095 an Tiroler Pflicht- und Fachberufsschulen tätigen PädagogInnen in den kommenden Jahren rund 2.000 in Pension gehen.

„Tirol gehen die Lehrer aus. Laut Dr. Markus Juranek, Rektor der Pädagogischen Hochschule (PH), müssten sich heute schon mindestens doppelt so viele Studenten an der Pädagogischen Hochschule anmelden, um die riesige Lücke rechtzeitig füllen zu können. Selbst ÖVP Landesrätin Palfrader gibt zu, dass auch mehr Überstunden nicht reichen. Allerdings bin ich überzeugt, dass eine Imagekampagne für Lehrer zu kurz greift. Es braucht insgesamt bessere Rahmenbedingungen und leistungsorientierte finanzielle Anreize, der Beruf des Lehrers muss erstrebenswert und attraktiv gemacht werden“, berichtet LA Kapferer.

Neue Mittelschule für alle Tiroler Kinder!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol kommt daher der Neuen Mittelschule große Bedeutung zu. Sie soll flächendeckend für ganz Österreich zur gemeinsamen Schule aller 10 bis 14 Jährigen ausgebaut werden.

„Ich setze mich dafür ein, dass jene 26 Tiroler Hauptschulen, die um den Status der neuen Mittelschule angesucht haben, aber leer ausgegangen sind, nicht auf der Strecke bleiben, sondern eine gerechte Lösung bekommen“, erklärt LA Kapferer.