Geld für Wien statt für Tirol

An der Klinik Innsbruck droht eine Einschränkung der Patientenversorgung bei Nacht- und Wochenenddiensten. Zudem haben die Ärzte dem Rektorat ihr Misstrauen ausgesprochen.

„Das Misstrauen der Ärzte gegen das eigene Rektorat ist der Beweis für das Versagen des Klinik-Managements und eine Watschn für den zuständigen ÖVP-Minister Töchterle sowie für Landeshauptmann Platter. Der ÖVP-Minister aus Tirol ist vor dem mächtigen Wiener Landeshauptmann Häupl in die Knie gegangen und hat dem AKH sofort eine 9-Millionen-Euro Sonder-Geldspritze verschrieben, die Tiroler Klinik muss dagegen seit Wochen um die Abdeckung eines 5,5-Millionern-Euro Budgetlochs ringen. Landeshauptmann Platter kann seinen ÖVP-Parteikollegen Töchterle entweder nicht überzeugen oder er versucht es gar nicht. Beides ist im Sinne der betroffenen Mitarbeiter, aber vor allem der Patienten, untragbar und unverantwortlich“, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

ÖVP-Politik hat versagt

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol ist es auch nicht allein mit dem Stopfen des 5,5 Mio. € Budgetlochs getan.

„Die Zustände an der Klinik Innsbruck sind eine Bankrotterklärung der ÖVP-Politik. Töchterle, Platter und Tilg ist dieses Problem komplett entglitten, sie schauen zu, anstatt es zur Chefsache zu machen. Dringend notwendig ist ein sofortiger Zusammenarbeitsvertrag zwischen Medizinuni und TILAK, der seit 2002 offen ist. Ein solcher Vertrag regelt auch in Graz die Zusammenarbeit. Zudem braucht es endlich eine Klärung bei den Privatarzthonoraren, damit das Geld die Klinik bekommt und nicht eine Handvoll Primarii kassiert. Aufhören muss sich das gegenseitige Ping-Pong-Spiel zwischen Töchterle, Medizinuni, Platter und TILAK“, verlangt Fritz Dinkhauser.

Wo ist LH Platter?

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol fordert daher einen sofortigen Klinik-Gipfel zur Lösung der Probleme.

„Die Geduld der Bürger ist am Ende, es ist Gefahr in Verzug. Die Bevölkerung ist verunsichert ob der täglichen Meldungen aus der Klinik, das Personal ebenso und die einstige Vorzeigeklinik Innsbruck erleidet jeden Tag einen gewaltigen Imageschaden und Reputationsverlust. Es ist eine Schande, dass die politisch verantwortlichen Herren Töchterle und Platter die Zustände an der Klinik nicht endlich zur Chefsache machen, sich zusammen mit dem MUI- und TILAK-Management an einen Tisch setzen und das Problem aus der Welt schaffen. Stattdessen versteckt sich Landeshauptmann Platter permanent, obwohl er auch über die mittelbare Bundesverwaltung für Patienten und Personal zuständig und verantwortlich ist!“, stellt LA Fritz Dinkhauser unmissverständlich klar.