Pflege

In seiner Antwort auf die schriftliche Anfrage der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol zur „Zukunft des Altwerdens in Tirol“ zeigt sich SPÖ LR Gerhard Reheis wenig innovativ: Neue Heimplätze, aber sonst kein Geld lautet sein Motto.

Zukunft des Altwerdens – kaum Neues von LR Reheis!

„Die Zukunft des Altwerdens in Tirol besteht für SPÖ Landesrat Reheis in Althergebrachtem. So will er in Tirol bis 2016 rund 660 neue Heimplätze schaffen. Damit wälzt Reheis die Verantwortung auf die Gemeinden ab, er überfordert viele inhaltlich und angesichts der zum Teil leeren Kassen finanziell. Das Land braucht ein zukunftsweisendes, überparteiliches Gesamtkonzept zum Altwerden in Tirol. Wie sehr das fehlt, zeigt sich auch in der Personalfrage. Reheis kündigt 290 zusätzliche Pflegekräfte für die 660 neuen Heimplätze an, obwohl es ihm nachweislich jetzt schon nicht gelingt für genügend Pflegekräfte zu sorgen“, zeigt sich Sozialsprecherin LA Andrea Haselwanter-Schneider enttäuscht.

Daheim statt im Heim: Liste Fritz bringt Ideen dazu!

Laut Experten kommen 60% der Tiroler unfreiwillig ins Heim und 80% wünschen sich Daheim statt im Heim alt zu werden. Dazu schlägt die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol neue Modelle vor.

„Reheis will die mobile Pflege forcieren. Also Pflegekräfte, die die erforderlichen Pflegemaßnahmen durchführen und dann zum nächsten Klienten müssen. Das wird nur in wenigen Fällen den Weg ins Heim vermeiden helfen. Es fehlt an Betreuungsleistungen, wie persönliche Begleitung etc.. Daher wären zusätzlich Unterstützungen nach dem Vorbild Vorarlbergs sinnvoll. Dort schafft das Land ausreichend Heimhelfer-Stellen, die bei den Sozialsprengeln angesiedelt sind und von dort zu den Menschen nach Hause kommen. Sie helfen den Menschen länger zu Hause zu bleiben“, erklärt Sozialsprecherin LA Haselwanter-Schneider.

SPÖ LR Reheis: “Kein Geld” für die alten Menschen!

Enttäuschend sind für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol die Aussagen von Landesrat Gerhard Reheis was die finanzielle Ausstattung des Pflegebereichs in Tirol betrifft.

„Reheis hat kein Geld für ein Demenz Kompetenz-Zentrum, für notwendige Anschubfinanzierungen für neue Wohnformen im Alter oder für technische Innovationen, wie Sturzdetektoren etc., die den Menschen das Länger-daheim-bleiben möglich machen. Dafür hat er Geld für eine Imagekampagne, die mehr Menschen in die Alten- und Pflegeberufe bringen soll. In Bayern haben sie eine solche Imagekampagne bereits gemacht mit Null Erfolg, denn sie hat die angespannte Personalsituation keineswegs entlastet. Die hunderttausenden Euro für eine solche Imagekampagne wären viel besser in die Unterstützung der bereits im Alten- und Pflegebereich beschäftigen Mitarbeiter investiert. Etwa um mehr Supervision zu ermöglichen und verstärkt Aus- und Weiterbildungschancen zu eröffnen“, schlägt LA Haselwanter-Schneider vor.