Bei der gestrigen Präsentation des Wirtschaftsleitbildes hat ÖVP Wirtschaftslandesrätin Zoller-Frischauf die Tiroler als Frühpension-Weltmeister hingestellt. Laut ihren Aussagen würden 70% der Tiroler zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr in Pension gehen.

Unzulässige & haltlose Unterstellung Zoller-Frischaufs!

„Es ist eine bodenlose Frechheit, eine absolut unzulässige und haltlose Unterstellung gegenüber den Tirolern, sie als Frühpensions-Weltmeister hinzustellen. Zoller-Frischaufs Aussagen, wonach ‘70% der Tiroler zu früh in Pension gehen’ entbehren jeder sachlichen und rechtlichen Grundlage. Laut Auskunft der Pensionsversicherung gibt es dazu keinerlei bekannte Daten und Fakten. Wenn ÖVP Wirtschaftslandesrätin Zoller-Frischauf eine andere Statistik als die Pensionsversicherungs-Experten hat, muss sie diese vorlegen. Was es gibt, sind rechtlich festgelegte Rahmenbedingungen, ab wann ein Arbeitnehmer in Pension gehen kann“, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Attacke von Zoller-Frischauf gegen die Arbeitnehmer nicht akzeptabel!

„Die Tiroler sind bekannt als besonders fleißige, engagierte und den Betrieben extrem verbundene Arbeitnehmer. Sie tun mehr als gefordert und verdienen eine solche Bloßstellung in keiner Weise. Sie leisten Überstunden und haben den Betrieben mit Kurzarbeit durch die Krise geholfen. Was ist das für eine Wirtschaftslandesrätin, die ausgerechnet jene Menschen diffamiert, die österreichweit das geringste Einkommen beziehen beim gleichzeitig teuerstes Leben und Wohnen. Sie soll Strukturpolitik betreiben, damit in Tirol nicht weiterhin die schlechtesten und – jenseits des Arlbergs – in Vorarlberg die besten Gehälter zu verdienen sind“, verlangt LA Dinkhauser.

Keine Spur von Tiroler Frühpensions-Weltmeister!

„Die Kriterien früher in Pension zu gehen, haben sich enorm verschärft. Es braucht heute jede Menge Gutachten, sodass sogar Menschen, die kaum gehen können, immer noch als arbeitsfähig eingestuft werden. In Tirol waren mit Stand September von 114.000 Pensionisten rund 15.000 (12%) in Berufsunfähigkeitspension. 402 Tiroler haben etwa im September eine Pension aus gesundheitlichen Gründen beantragt, 165 haben sie genehmigt bekommen. Übrigens können diese Menschen, sobald es ihnen gesundheitlich besser geht, wieder in den Arbeitsprozess zurückgeholt werden. Zudem sind die Menschen aufgrund immer länger werdender Durchrechnungszeiten interessiert, länger zu arbeiten, um nicht eine ganz geringe Pension zu bekommen“, berichtet LA Fritz Dinkhauser.