Menschen im Schatten

„Die in allen Bereichen fortschreitende Zentralisierung kostet die Tiroler Kopf und Kragen in Form von tausenden Arbeitsplätzen! Das Debakel, das wir jetzt bei Tyrolean erleben müssen, ist leider hausgemacht. Der Verkauf an die AUA war der Anfang vom Ende. Die Tragik ist, dass das Land Tirol nicht alles daran gesetzt hat, dieses erfolgreiche Unternehmen als eigenständige Firma im Land zu halten. Nur wer der Herr im eigenen Haus ist, kann den Kurs bestimmen!“, sagt LA Fritz Dinkhauser.

Die Fluggesellschaft Tyrolean war ein Vorzeigeunternehmen in Österreich. Ein Musterbeispiel einer privaten Airline, die Gewinne schreibt. Vom gewaltigen Aufschwung hat auch die Region Tirol profitiert. Die Management-Fehler der AUA müssen jetzt die Mitarbeiter der Tyrolean tragen.

Regional statt zentral!

„Die Lehre daraus kann nur eine stärkere Regionalisierung sein. Die Eigenverantwortung vor Ort ist das Um und Auf. Wenn wir weiterhin nur der Wurmfortsatz von Wien sind, wird unser Bauchweh noch stärker. Die zunehmende Verostung Österreichs kostet Tirol tausende Jobs. Tirol verliert das Sagen, den Einfluss und die Entscheidungskraft. Noch dazu verliert Tirol Arbeitsplätze und Köpfe. Beispiele gibt es genug: Beim Finanzamt, bei der Post, bei der Bahn, bei der Berghauptmannschaft – überall gibt es keine Eigenentscheidung mehr“, so LA Dinkhauser.

ÖVP & SPÖ mit gleichem Fehler: Sie zentralisieren das Rettungswesen!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol warnt die ÖVP-SPÖ Landesregierung davor, im Land dieselben Fehler zu wiederholen. Am Beispiel des neuen Rettungsgesetzes zeigt sich das:

„Ohne Not zerschlagen ÖVP und SPÖ das bestens funktionierende Tiroler Rettungswesen. Internationale Konzerne aus Deutschland oder Dänemark werden sich die Filetstücke holen und das Rettungswesen auf Gewinn ausrichten. Damit wird das Rettungswesen teurer statt billiger. Auch die tausenden freiwilligen und ehrenamtlichen Mitarbeiter, die allein beim Roten Kreuz im vergangenen Jahr freiwillig geleistete Einsatzstunden im Wert von 17 Millionen Euro erbracht haben, wird es nicht mehr in diesem Ausmaß geben. Auch die derzeit 100.000 Rot-Kreuz Spender werden weniger. Gerade die Volkspartei müsste wissen, dass das Prinzip der Verantwortung von unten – von den Bürger, von den Gemeinden – das Erfolgsrezept ist!“, hofft LA Fritz Dinkhauser immer noch auf ein Umdenken bei der Landesregierung.