Eine Baustelle in Götzens 2011

60 Mio. € Wohnbaugelder verwendet Platter-Regierung nicht für den Wohnbau!

Tirol ist seit Jahren das teuerste Pflaster beim Wohnen und die Wohnkosten für die Tiroler, die die niedrigsten Einkommen in ganz Österreich bekommen, steigen weiter: Bei den Mieten, bei Einfamilienhäusern und bei den Baugründen.

„Die Nachfrage nach Wohnraum in Tirol ist hoch, das Angebot zu gering, daher steigen die Kosten weiter an. Die schwarz-grüne Landesregierung hat leistbares Wohnen versprochen, das geht vor allem über mehr Angebot. Platter, Felipe und Co. müssen über die Gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften mehr Wohnungen bauen lassen“, erklären Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider und Landtagsabgeordneter Andreas Brugger.

Andrea Haselwanter-Schneider und Andreas Brugger von der Liste FritzLandesregierung will statt 319 Mio. € nur 260 Mio. € für Wohnbau verwenden!

„Es ist ungeheuerlich und geht voll zu Lasten der Tiroler Bevölkerung. Da redet die Landesregierung von leistbarem Wohnen und zweckentfremdet gleichzeitig 59 Millionen Euro. Gelder, die eigentlich für den Wohnbau zur Verfügung stehen nützen ÖVP und Grüne aber nicht für den Wohnbau, sondern stecken sie anderweitig in die unendlichen Tiefen des Landesbudgets“, zeigt Andrea Haselwanter-Schneider auf.

Liste FRITZ deckt Platters-Wohnbauschmäh auf:

Fakten zu den Wohnbaufördergeldern in Tirol:

  • Laut ÖVP-Landesrat Tratter stehen im kommenden Jahr 260 Mio. € Wohnbauförderungs-Gelder in Tirol zur Verfügung.
  • Laut Landesbudget 2014 kommen aber 180 Mio. € aus Rückflüssen von Wohnbauförderungs-Darlehen
  • Der Beitrag des Bundes beträgt rund 139 Mio. €
  • Für die Wohnbauförderung stehen damit 319 Mio. € (Rückflüsse + Bundesbeitrag) für das Jahr 2014 zur Verfügung

Ein Haus aus GeldscheinenLandesregierung als Wiederholungstäter

Schon im Jahr 2012 hat die Tiroler Landesregierung 70 Millionen Euro an Wohnbaugeldern nicht für den Wohnbau in Tirol verwendet!

„Diese Politik der Platter-Regierung schadet den Tiroler Wohnungssuchenden. Allein mit diesen 70 Millionen Euro hätte die Landesregierung im vergangenen Jahr rund 850 Wohnungen im Passivhausstandard mehr fördern können“, zeigt Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider auf.

Tirol baut weniger Wohnungen als Salzburg!

Liste Fritz Klubobfrau Andrea Haselwanter-SchneiderTirol hinkt beim Wohnungsangebot nach wie vor anderen Bundesländern nach. Im Bundesland Salzburg mit nur etwa 530.000 Einwohnern haben die Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaften in den letzten Jahren mehr Wohnungen gebaut als im Bundesland Tirol, das für etwa 715.000 Einwohner Vorsorge zu treffen hat. Zwischen 2008 und 2012 sind laut der Statistik der Gemeinnützigen Wohnungswirtschaft in Salzburg 7.410 Wohnungen fertiggestellt worden, im selben Zeitraum in Tirol aber nur 6.630.

„Es ist doch klar, dass bei hoher Nachfrage mehr Wohnungsangebot die Preise senkt. Daher haben wir im Oktober 2013 im Landtag beantragt, alle für den Wohnbau bereitstehenden Mittel auch wirklich für den Wohnbau zu verwenden. Diese freiwillige Zweckbindung aller Wohnbaufördergelder – also aller Darlehensrückflüsse samt der vom Bund zur Verfügung gestellten Mittel – kann die Landesregierung jederzeit und ohne Zuwarten auf die Bundesregierung und den nächsten Finanzausgleich sofort vornehmen. Das hilft der Tiroler Bevölkerung, weil es mehr Wohnungsangebot schafft und damit die Preise senkt! Aber ÖVP und Grüne haben das abgelehnt“, stellt Andrea Haselwanter-Schneider klar.