Strommasten

Die Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) planen ihr 74 Millionen Euro Laufkraftwerk bei Telfs (IKB Fotomontage, rechts) mit einer Leistung von 14 MW. Ab 15 MW ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) Pflicht.

„Offensichtlich wollen die IKB die Umweltverträglichkeitsprüfung umgehen. Ich meine, die IKB haben einen solchen Taschenspielertrick nicht nötig. Sie sollen das Laufkraftwerk größer planen, damit eine UVP-Pflicht gegeben ist. Der Kern einer solchen umfangreichen Prüfung ist ja nicht, ein Projekt zu verhindern, sondern es sozial verträglich zu gestalten. Im UVP-Verfahren Innkraftwerk Telfssind auch die Kritiker eingebunden und der Naturschutz bekommt eine Stimme. Die UVP ist eine Chance für die Betreiber, für die Gemeinden, für die Bürger und für die gesamte Region!“, sagt Fritz-Energiesprecher LA Bernhard Ernst.

IKB gehören zur TIWAG – Land Tirol steht in der Pflicht!

Fakt ist, dass vom Kraftwerks-Projekt auch das Schutzgebiet der Rietzer Innauen sowie hochwertige Naturlebensräume wie Schotterbänke betroffen sind. Experten wie der Limnologe Dr. Roland Psenner warnen eindringlich vor diesem Eingriff in den Naturhaushalt.

„Die IKB gehören zu 49% der TIWAG und damit steht auch das Land Tirol in der Pflicht. Es ist schon absurd, dass das Land Tirol gemeinsam mit dem WWF das Projekt ´Der Inn` betriebt und dafür zig-tausende Euro ausgibt und gleichzeitig an einem der hochwertigsten Abschnitte des Inn ein Kraftwerksprojekt vorantreibt. Das Ziel des Projektes ist es, den Inn nicht nur als vorbei fließende potentielle Hochwasserbedrohung ins Bewusstsein zu rufen, sondern den Tiroler Hauptfluss als wertvollen Natur- und Lebensraum für die Bevölkerung zu sehen. Daher kann sich die Landespolitik bei diesem Laufkraftwerksprojekt nicht aus der Verantwortung schleichen!“, meint Klubobmann LA Bernhard Ernst.

Fritz-Energiesprecher LA Bernhard Ernst betont, dass er nicht grundsätzlich gegen Laufkraftwerke ist, da sie zur Erzeugung der für Tirol notwendigen Grundlast beitragen. Er wird sich daher in den nächsten Tagen weiterhin alle Argumente von Projektbetreibern und Projektkritikern anhören.