Fritz-Stammtisch

Banken bekommen staatliche Hilfe, Autobauer in vielen Ländern auch, soll sie der heimische Tourismus ebenso bekommen? Wenn ja, in welcher Form? Fest steht, noch geht es dem heimischen Tourismus gut, die Wintersaison läuft vielerorts hervorragend. Aber der nächste Sommer kommt bestimmt und dann gibt es vielleicht keinen Sommernachtstraum. „Ein großer Teil der touristischen Infrastruktur in den Gemeinden ist mit Mitteln der öffentlichen Hand gebaut. Fast jeder im Land zahlt die Tourismus-Abgabe. Andererseits gibt es viele erfolgreiche Touristiker, die mit immer neuen Ideen immer neue Gäste ins Land holen und begeistern. Eine Möglichkeit wäre, wenn die Landespolitik eine Art ‘Task-Force’ für den Sommer Tourismus einladen würde. Die besten Köpfe für die besten Ideen zur Ankurbelung des Sommer Tourismus.“, meint LA Fritz Dinkhauser.

Liste FRITZ Bundesrat Stefan Zangerl macht seinem Ärger über die Postamtsschließungen Luft: „Der Staat, der immerhin noch 51 Prozent an der Post hält, spielt sich als größter Leute-Entlasser auf. Das kann es doch nicht sein. Die Post war jahrzehntelang ein Geldbringer für den Staat. Jetzt machen wild gewordene Manager das einstmals stolze Unternehmen mit seiner 500 jährigen Geschichte fahrlässig und mutwillig kaputt!“

Die gar nicht neue Idee des Neuen Geldes!

Angeregt diskutiert haben die Teilnehmer des FRITZ-Stammtisches anschließend über die Ideen von Georg Pleger. Der Mathematiker beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Neues Geld als Bedingung für nachhaltiges Wirtschaften. Beispiele für neues Geld hat es in der Geschichte schon öfter gegeben. Im Sommer 1932 hat die Gemeinde Wörgl so genannte Arbeitswertscheine, den Wörgler Schilling ausgegeben. „Monatlich musste eine Marke zu einem Prozent des Nennwertes der Note gekauft und in ein dafür vorgesehenes Feld auf der Vorderseite des Geldscheins geklebt werden, um ihn gültig zu erhalten. Das Geld war durch Hinterlegung von Schillingen der Gemeinde bei der örtlichen Bank gedeckt und gleichwertig an Schillinge gekoppelt. Mit diesen Scheinen konnten Gemeindesteuern bezahlt werden. Einheimische Geschäftsleute nahmen das Geld in Zahlung. Das Experiment war erfolgreich, die Arbeitswertscheine haben 13 mal so schnell zirkuliert als der Schilling. Die grassierende Arbeitslosigkeit, bedingt durch die allgemeine Wirtschaftskrise, nahm sogar ab.“, erzählt Pleger. Er arbeitet jetzt daran die Idee des Neuen Geldes wieder bekannt zu machen und versucht sie in einzelnen Regionen konkret umzusetzen.