Eine Ärztin schiebt ein Operationsbett

ÖVP-Landesrat Tilg hat sich lange bitten lassen, aber jetzt doch ein Fünf-Millionen-Euro-Paket für die Ärzteschaft angeboten. Das ist ein erster richtiger Schritt, aber mehr Geld allein löst das Problem zu weniger Ärzte nicht”, weiß Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider aus Gesprächen mit vielen Betroffenen.

Zu wenige Ärzte, miserable Arbeitszeiten und große Verantwortung…

“Weil es zu wenige Ärzte gibt, sind die Arbeitszeiten nicht einzuhalten. Diese ständige Mehrbelastung, dieser dauernde Druck bei gleichzeitig immenser Verantwortung frustriert die Ärzte viel mehr als ein paar hundert Euro weniger zu verdienen. Es braucht dringend mehr Personal, mehr Ausbildungsplätze und nicht weitere Beschränkungen”, verlangt Haselwanter-Schneider.

…lassen Ärzte die Klinik verlassen!

“Wenn immer mehr Ärzte und vor allem diejenigen, die sich um die Patienten kümmern, die Jungärzte ausbilden und auch Medizinstudenten unterrichten, die Klinik verlassen, steht letztlich die Gesundheitsversorgung für die Tiroler Bevölkerung auf dem Spiel!”, plädiert Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider für eine vernünftige Gesamtlösung.

Liste Fritz Klubobfrau Andrea Haselwanter-SchneiderEs braucht Verteilungsgerechtigkeit an der Klinik!

“Das Angebot von Landesrat Tilg bedeutet, dass für 80 Prozent der Ärzte an der Klinik alles gleich bleibt. Wie ich von betroffenen Ärzten höre, blockiert vor allem die Tilak eine vernünftige Gesamtlösung, was schon verwundert, zumal die TILAK zu 100 Prozent im Besitz des Landes steht. An der Klinik geht es um Verteilungsgerechtigkeit, es gibt ein Mehr-Klassen-System von Ärzten, von den Jungärzten über den Mittelbau bis zu den Göttern in Weiß”, berichtet die FRITZ-Gesundheitssprecherin.

Privatarzthonorare fair regeln!

“Es rächt sich jetzt, dass eine gerechte Aufteilung der Privatarzthonorare seit Jahren ausständig ist. Ein Bericht des Landesrechnungshofes – auf Initiative der Liste Fritz und der Grünen – wird dazu in Kürze Licht ins Dunkel bringen. Gar nicht angesprochen wird derzeit, dass für einen funktionierenden Spitalsbetrieb die Mitarbeiter in der Pflege ganz entscheidend sind und auch sie passende Arbeitsbedingungen brauchen”, erklärt Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider.

ÖVP-Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle steht in der Pflicht!

“Einige Probleme an der Klinik Innsbruck und die fehlenden Ausbildungsplätze an der Medizinuni Innsbruck hängen natürlich eng mit der Politik von ÖVP-Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle zusammen. Für die bestehenden Medizinunis in Österreich war bisher chronisch zu wenig Geld vorhanden, weshalb etwa nicht mehr Medizinstudenten einen Platz bekommen haben. Noch vor der Wahl hat die Bundesregierung dem ÖVP-Landeshauptmann von Oberösterreich ein Geschenk gemacht und ihr Ja zur Medizinuni in Linz gegeben. Wo bisher immer Geld gefehlt hat, soll jetzt plötzlich nicht nur genug Geld für Alle, sondern sogar noch mehr Geld für Alle vorhanden sein. Mit der wundersamen Geldvermehrung al la ÖVP-Minister Töchterle verkauft er die Patienten, die Medizinstudenten und die Ärzte für dumm”, stellt Andrea Haselwanter-Schneider fest.