Gemüse

Laut Medienberichten wird Tiroler Gemüse tonnenweise vernichtet.

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“Mir blutet das Herz!”

“Nicht die Produkte sind das Problem, sondern die ideenlose Politik. Es ist eine Frage der politischen Rahmenbedingungen und des Gestaltungswillens, den heimischen Landwirten neue Absatzmärkte aufzuzeigen oder zur Verfügung zu stellen”, meint LA Fritz Dinkhauser.

Statt Lebensmittel wegschmeißen anderweitig verwenden!

“In Tirol haben wir beispielsweise 12 Sozialmärkte mit mehreren tausend Kunden, es gibt hunderte Alten- und Pflegeheime, das Großunternehmen Klinik Innsbruck, die Bezirkskrankenhäuser sowie zahlreiche Schul- und Betriebskantinen im ganzen Land. Es kann mir niemand erzählen, dass eine geeignete Logistik dafür nicht aufzubauen ist. Ich finde es einfach ungeheuerlich, dass die einen nicht über die Runden kommen und sich selten frische Lebensmittel leisten können und die anderen die besten Lebensmittel wegschmeißen und vernichten. Da blutet mir und sicher vielen Tirolern das Herz!”, stellt LA Fritz Dinkhauser fest.

Heimische Lebensmittel verstärkt in Landesbetrieben einsetzen!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hat schon 2009 einen Antrag im Landtag eingebracht, wonach alle landeseigenen und landesnahen Betriebe verstärkt heimische Lebensmittel einsetzen sollen.

“Diesen Antrag hat der Landtag einstimmig angenommen, offenbar hapert es aber an der großflächigen Umsetzung und Durchführung. ÖVP-Agrarlandesrat Steixner ist dafür zuständig, aber offensichtlich ist ihm und seinen Bauernfunktionären das Thema kein großes Anliegen. Da ist es wesentlich einfacher, den Tiroler Konsumenten und dem Handel den schwarzen Peter zuzuschieben. Aber so einfach können es sich Steixner und Co. nicht machen, das ist zu billig!”, sagt Fritz Dinkhauser.

Ideenlose Agrarpolitik als Problem!

“Es braucht von Seiten der Agrarpolitik auch einmal neue Ideen. Warum etwa macht man nicht regelmäßig einen eigenen Markt in Innsbruck, wo Landwirte genau solche frischen und bestens genießbaren Lebensmittel, die aber für den Handel nicht Klasse I sind, zu wesentlich günstigeren Preisen anbieten können. Vielen Tiroler Konsumenten wäre damit sicherlich geholfen”, erklärt Fritz Dinkhauser.

Landwirtschaftskammer und ÖVP-Bauernbund gefordert!

“Das tonnenweise Wegschmeißen von genießbarem Gemüse und Obst kann jedenfalls nicht die einzige Möglichkeit sein. Das ist ganz sicher nicht im Interesse der Bauern,a ber das Problem gibt es ja schon seit einiger Zeit. Wo bleibt die Kreativität der Landwirtschaftskammer und ihre Bereitschaft, vorhandene Missstände zu beseitigen?”, verlangt Fritz Dinkhauser mehr Engagement.