Ein Zug der ÖBB

Nicht zum ersten Mal steht derzeit eine Einschränkung des Zugverkehres zwischen Lienz und Innsbruck über Südtirol zur Debatte. Aktuell sind auch die Korridorzüge wieder in Schwebe, obwohl Geld dafür vorhanden ist.

Zugverbindung Lienz-Innsbruck wackelt!

Der scheidende ÖVP-Landesrat Anton Steixner hat in der Vergangenheit ja schon einiges versucht, um die Zugverbindung über Südtirol möglichst unattraktiv zu machen. So hat er den Busverkehr über Kitzbühel ausbauen lassen und die Gelegenheit der Totalsperre der Brennerbahn dafür genützt, um moderne Doppelstockbusse einzusetzen, damit die Fahrgäste die Zugverbindung über Südtirol nach deren Einstellung auch nicht mehr vermissen würden”, meint Markus Sint, Bezirksspitzenkandidat in Osttirol.

Medienberichte:

Liste FRITZ verlangt Garantie für Erhalt der Zugverbindung

“Aber Steixner hat die Rechnung ohne den Wirt, sprich ohne die Osttiroler Fahrgäste, gemacht. Denn die wissen besonders den Korridorzug zu schätzen. Die Debatte über eine mögliche Einschränkung bis hin zur Streichung ist daher sofort zu beenden und alle Parteien sind aufgerufen, sich vorbehaltlos zur Zugverbindung zwischen Lienz und Innsbruck zu bekennen und eine Garantieerklärung für den Weiterbestand abzugeben. Wir tun das und garantieren, dass wir uns für den Erhalt der Zugverbindung und der Korridorzüge einsetzen”, stellt Markus Sint, Bezirksspitzenkandidat der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol klar.

Landesbudget: Geld für Zugverbindung ist da

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol ist die aktuelle Debatte um eine mögliche Einschränkung der Zugverbindung völlig fehl am Platz, weil auch das Geld für den Zugverkehr vorhanden ist.

Im Landesbudget sind für das Jahr 2013 im Bereich des Schienenverkehrs mehr als 38 Millionen Euro genehmigt. Das ist um eine Million mehr als im Jahr zuvor. Es ist daher überhaupt nicht einzusehen, warum für die Zugverbindungen Lienz-Innsbruck nicht genügend Geld vorhanden sein und der Bezirk Lienz wieder einmal schlechter gestellt werden soll. Der Landtag hat schon in den vergangenen Jahren Millionen für den öffentlichen Nahverkehr bereitgestellt, Osttirol darf keine Verschlechterung erfahren, sondern ist noch viel besser und qualitätsvoller anzubinden”, ist Sint überzeugt.

Kein Geschenk des Landes: Tiroler Steuerzahler zahlen sich Zugverbindung selbst!

“Solche Zugverbindungen sind ja kein Geschenk des Landes oder der ÖBB, sondern die Osttiroler und Tiroler Steuerzahler finanzieren sich diese Verbindungen ja selbst. Meines Wissens sieht auch der Staatsvertrag zwischen Italien und Österreich ein Durchfahrtsrecht für mindestens drei Zugspaare durch Südtirol vor. Die Osttiroler sind auch selbst gefordert und dürfen sich keine weiteren Einschränkungen gefallen lassen“, erklärt Markus Sint.