Zwei Kinder mit einem Therapiehelm

Helmtherapie: Rund 100 medizinisch notwendige Fälle pro Jahr

“Rund 100 Kinder pro Jahr brauchen, weil medizinisch notwendig, eine Helmtherapie. Die Helmtherapie ist eine anerkannte, wirksame und schonende Behandlungsmethode, um Kopf-Verformungen bei Kleinkindern – ohne operativen Eingriff – zu beheben. In gewissen Fällen ist die Helmtherapie sogar alternativlos”, berichtet Landtagsabgeordnete und selbst zweifache Mutter Andrea Haselwanter-Schneider.

Helmtherapie kostet Tiroler Eltern 1.200 €, Operation ist kostenlos!

“Die Eltern müssen bei der Helmtherapie derzeit rund 1.200 Euro selbst bezahlen. Von den Gesamtkosten von 1.620 Euro übernimmt die Tiroler Gebietskrankenkasse 453 Euro. Die viel teurere Operation ist dagegen kostenlos. Das ist unverständlich und ungerecht, eine medizinisch notwendige, schonende Helmtherapie darf nicht von der Geldtasche der Eltern abhängen. Wir wollen mit unserer Landtags-Initiative erreichen, dass die medizinisch notwendige Helmtherapie für alle betroffenen Tiroler Kinder kostenlos wird und die Tiroler Eltern nicht länger unterschiedlich behandelt werden”, stellt Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider fest.

Zum Nachlesen – ÖVP-Landesrat Tilg lässt Eltern zahlen:

Zwei Kinder mit einem TherapiehelmHelmtherapie für Zwillinge gewählt, um bleibende Schäden zu verhindern!

“Um bleibende Schäden an der Wirbelsäule oder am Kiefer zu verhindern, haben wir uns für unsere Zwillinge zur Helmtherapie entschieden und rund 3.000 Euro dafür bezahlt. Wir wollten unseren Kleinen die Schmerzen und das Risiko einer Operation nicht zumuten, aber wir verstehen nicht, dass die Operation kostenlos ist und wir bei der schonenderen Helmtherapie den Großteil der Kosten selbst tragen müssen. Gerade bei Zwillingen kommen am Anfang viele Kosten auf eine Familie zu, weil man alles doppelt braucht. Ohne unsere Familien wäre es nicht zu schaffen gewesen”, berichtet Ralf I. Lorberg ein betroffener Vater von Zwillingen.

Liste FRITZ bei Helmtherapie seit zwei Jahren politisch tätig!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hat das Thema Kostenübernahme bei der Helmtherapie schon vor zwei Jahren in den Landtag gebracht. Die Abgeordneten haben den zuständigen ÖVP-Gesundheitslandesrat Tilg einstimmig beauftragt, die komplette Kostenübernahme für alle Eltern in Tirol auszuverhandeln.

Im Wortlaut:

Pressekonferenz zur Helmtherapie mit Andrea Haselwanter-Schneider und Ralph LorbergÖVP-Landesrat Tilg hat nichts erreicht!

“Passiert ist seither nichts, die Eltern müssen weiterhin selbst zahlen, ÖVP-Landesrat Tilg war untätig, er hat den klaren Auftrag des Landtages zu Gunsten der Bürger ignoriert und spielt den Ball nur zur Krankenkasse. Den Eltern in Tirol ist es egal, wer die Kosten übernimmt, aber sie verstehen nicht, warum eine Operation an der Uni-Klinik kostenlos ist, eine Helmtherapie aber 1.200 Euro für sie kostet. Sie verstehen nicht, warum die eine Krankenversicherung die Helmtherapie-Kosten komplett übernimmt und die andere nur einen Bruchteil. Und sie verstehen nicht, warum die Tiroler Gebietskrankenkasse 453 Euro übernimmt, die Salzburger und Vorarlberger Gebietskrankenkasse aber 900 bis 1.000 Euro. Am fehlenden Geld kann es nicht scheitern, zumal die jährlichen Gesamtkosten für alle betroffenen Kinder in Tirol bei 160.000 Euro liegen”, erklärt Andrea Haselwanter-Schneider.

Zum Nachlesen:

Kinderfotos: Ralf I. Lorbeg