Krankenschwester

„Die Innsbrucker Klinik krankt an ihrer gesamten Struktur. Ärzte und Mitarbeiter berichten, dass zwischenzeitlich mehr Personal in der Verwaltung arbeitet als für die Gesundheitsversorgung der Menschen zur Verfügung steht. Statt Topmedizinern wird Mittelmaß engagiert, die eigenen guten Mitarbeiter werden übergangen, die meisten Mitarbeiter haben Knebelverträge und getrauen sich nicht ihre Meinung zu äußern. Von einer Vorzeigeuni ist wenig übrig geblieben“, stellt LA Fritz Dinkhauser klar.

Verwaltung straffen – Medizinuni und Hauptuni zusammenlegen!

“Ein notwendiger Schritt ist eine umfassende Strukturreform mit der schnellstmöglichen Zusammenlegung von Medizinuniversität und Universität, was die Verwaltung betrifft. Allein das eigene Medizinuni-Rektorat kostet pro Jahr mehr als eine Million Euro. Statt das Geld in eine zweite Verwaltungsstruktur zu stecken, soll es der Gesundheitsversorgung der Menschen zu Gute kommen”, schlägt LA Fritz Dinkhauser vor.

Tragische Tod kein Einzelfall!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol spricht den Eltern und Angehörigen des dreijährigen Kindes ihr tiefes Mitgefühl aus.

„Leider ist der Tod des Mädchens nicht der erste tragische Fall. Den Patienten und geschockten Tirolern ist es völlig egal, ob die Verantwortlichen an der Klinik, Tiroler Landesrat oder Bundesminister am Zug sind. Ein weiteres Verschleppen notwendiger Entscheidungen ist nicht mehr zu akzeptieren. Wissenschaftsminister Töchterle hat als Rektor die Doppelstruktur Medizinuni und Hauptuni selbst kritisiert, jetzt kann er die notwendigen Schritte zur Zusammenlegung in die Wege leiten“, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Medizinuni braucht neue Struktur

„ÖVP Landesrat Tilg greift immer erst im Nachhinein ein, er scheint dieser Aufgabe nicht gewachsen zu sein. Tilg verspielt nicht nur das Vertrauen in die Kinderklinik, sondern er setzt das Vertrauen in die gesamte Uniklinik aufs Spiel. Die Qualität der Innsbrucker Klinik wird jetzt generell in Zweifel gezogen. Landesrat Tilg trägt die Verantwortung und normalerweise ist dieser neuerliche tragische Tod eines Kindes ein Grund zurückzutreten”, meint LA Dinkhauser.

ÖVP Landesrat Tilg soll nicht fordern, sondern handeln!

“Damit die Tiroler nicht weiter das Vertrauen in die Klinik verlieren, braucht es eine vollständige Aufklärung der Ursache für den Tod des Kindes und die Umsetzung notwendiger Reformen. Landesrat Tilg braucht keine Warnungen auszuschicken und nichts zu fordern, sondern er hat die Dinge in die Hand zu nehmen, entsprechende Verhandlungen zu führen und seiner Verantwortung endlich nachzukommen“, so LA Fritz Dinkhauser.

Zum Nachlesen: “704.000 € mehr für Verwaltung an der Med-Uni?”, Tiroler Tageszeitung, 03. November 2011