Kind zeichnet

„Die Neue Mittelschule ist ein österreichweites Erfolgsmodell. Sie beendet das ungerechte, unsoziale und diskriminierende System der Leistungsgruppen an den Hauptschulen. Das Zeugnis einer NMS ist dem des Gymnasiums gleichwertig. In Tirol haben es die schwarz-roten Vorgänger dieser schwarz-roten Landesregierung aber verabsäumt, auf den Bildungszug NMS in Richtung Zukunft aufzuspringen. Während Vorarlberg die NMS flächendeckend anbietet, gibt es in Tirol im laufenden Schuljahr nur 33 NMS und 74 ´normale` Hauptschulen. Bei der Bewerbung als NMS sind leider von 51 Hauptschulen 26 auf der Strecke geblieben“, erklärt LA Gottfried Kapferer.

Zuerst abgelehnt jetzt selbst umgesetzt!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hat daher schon vor dem Sommer den Dringlichkeitsantrag auf Einführung des Modells „Tiroler Mittelschule“ eingebracht, um die auf der Strecke gebliebenen Hauptschulen aufzuwerten und für die Neue Mittelschule, die in 4 – 6 Jahren österreichweit eingeführt wird, fit zu machen.

„ÖVP und auch SPÖ haben unseren Antrag noch im September-Landtag abgelehnt. Vor wenigen Wochen aber haben sie im Landesschulrat die ´Tiroler Hauptschule neu` nahezu deckungsgleich mit unserem Antrag übernommen und verordnet. So viel zu den Aussagen von Landeshauptmann Platter in seiner Regierungserklärung, wonach er keine gute Idee der Opposition ablehnen werde“, sagt LA Kapferer.

Versäumnisse kosten 600.000 €!

Abgesehen vom parteitaktischen Spiel von ÖVP und SPÖ müssen jetzt aber alle Tiroler für die Versäumnisse der beiden Parteien zahlen: 600.000 € in der ersten Etappe!

„In Vorarlberg, das flächendeckend mit der Neuen Mittelschule versorgt ist, übernimmt der Bund sämtliche Kosten, Tirol muss dagegen für die bildungspolitischen Fehler der ÖVP – sprich Madritsch, Koler und van Staa – bezahlen. In der ersten Ausbaustufe der ´Tiroler Hauptschule neu` sind heuer 600.000 € budgetiert, das Ganze wird letztendlich das Vierfache kosten. Wieder einmal müssen die Tiroler Steuerzahler für die bildungspolitischen Versäumnisse der ÖVP die Zeche zahlen. Landeshauptmann Platter hat im Frühjahr 2010 versprochen, sich bei ÖVP Finanzminister Pröll einzusetzen, damit der Bund die gesetzliche Obergrenze für die Neue Mittelschule ausweitet. Erreicht hat er in Wien – wie so oft – gar nichts. Es ist unverantwortlich, dass die Tiroler ÖVP und SPÖ es hinnehmen, dass der Bund in Vorarlberg wichtige Bildungsaufgaben bezahlt, in Tirol aber nicht und daher die Steuerzahler mit einem Haufen Landesgeld einspringen müssen. Es rächt sich, dass ÖVP und SPÖ in Wien null Gewicht und null Durchsetzungskraft gegenüber ihren SPÖ und ÖVP Parteifreunden haben“, stellt LA Kapferer klar.

Bild: Dieter Schütz/ pixelio.de