Hausarzt misst den Blutdruck bei einem Patienten

Uniinsitut zur Hausärzte-Ausbildung: Beschlossen, aber nicht umgesetzt!

“Alle wollen es also ganz fest, dieses Institut an der Medizinuni zur Hausärzte-Ausbildung und Vorbereitung für die Praxis, aber es gibt es noch immer nicht. Da fragt man sich, was läuft da verkehrt, wer redet da nur, tut aber nichts? Die Landesregierung und der Tiroler Landtag haben es im Februar und März 2013, also vor genau zwei Jahren (!), beschlossen. Die Gemeinschaft für Allgemeinmedizin forciert es. ÖVP-Landesrat Tilg sagt die volle Unterstützung zu. Die Tiroler Gebietskrankenkasse ebenso. Die Medizinuni beteuert großes Interesse und die Ärztekammer auch”, versteht FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider den Stillstand nicht.

Auch Geld beschlossen – wo ist es gelandet?

“Der Landtag hat vor zwei Jahren für Infrastruktur und Personal auch 300.000 Euro der veranschlagten 486.000 Euro Kosten für die Jahre 2013 bis 2017 beschlossen, die Gebietskrankenkasse hat eine Mitfinanzierung zugesagt. Ich frage mich, in welchen Mühen der Ebene ist dieses Projekt dann steckengeblieben, wo sind die budgetierten und zugesagten Gelder gelandet? Da finden ständig Runde Tische und Gesprächsrunden statt, aber ein Projekt, das alle wollen, holpert und stolpert unerledigt vor sich hin, das ist wahrlich kein Ruhmesblatt für die Beteiligten”, hält Andrea Haselwanter-Schneider fest.

Liste FRITZ: Beschlüsse umsetzen!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol fordert die Umsetzung des Landtagsbeschlusses vom 13. März 2013, wonach ein Landesinstitut für integrierte Gesundheitsversorgung für die Dauer von 5 Jahren einzurichten ist. In diesem Institut sollen die Positionierung des Faches Allgemeinmedizin und das Berufsbild des Allgemeinmediziners in der Gesundheitsversorgung neu definiert und kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Hausärzte sind Säule der Patientenversorgung in Tirol!

Andreas Brugger und Andrea Haselwanter-Schneider von der Liste Fritz“Gut ausgebildete und vorbereitete Hausärzte entlasten auch Klinik und Spitäler. Wenn Spitalsambulanzen nicht mehr im vollen Umfang für die Patienten zur Verfügung stehen, weil die Ärztearbeitszeit einzuhalten ist und es zu wenige, besetzte Ärzteposten gibt, dann weichen Patienten verstärkt auf den niedergelassenen Bereich aus, besonders auf allgemeinmedizinische Praxen. Natürlich ist ein Uniinstitut nicht die Alleinlösung, um dem drohenden Hausärztemangel entgegenzuwirken. Aber es ist ein Beitrag zur Aufwertung der Allgemeinmedizine”, sind die FRITZ-Landtagsabgeordneten Andrea Haselwanter-Schneider und Andreas Brugger überzeugt.

Liste FRITZ-Forderung: Kassenvertrag teilen – zwei Ärzte, ein Vertrag!

“Eine andere von uns seit Jahren forcierte Forderung ist die Teilung von Kassenverträgen, wonach sich zwei Ärzte einen Kassenvertrag teilen können sollen. Das würde besonders Ärztinnen helfen, weil es ihnen eine bessere und einfachere Vereinbarung von Beruf und Familie ermöglichen würde. Fest steht, Allgemeinmediziner sind für die Patienten vor Ort Vertrauenspersonen und Ansprechpartner, sie sind ein wesentlicher Baustein in der Gesundheitsversorgung der Tiroler und gewährleisten die Versorgung der Menschen besonders im ländlichen Raum”, streicht Andrea Haselwanter-Schneider die Bedeutung der Allgemeinmediziner für die Tiroler Patienten hervor.