Pflege

Die Kosten für die Pflege explodieren, in Vorarlberg geht die Landesregierung von einem Anstieg der Pflegekosten von 70% bis zum Jahr 2020 aus. In Oberösterreich und dem Burgenland rechnen die zuständigen Landesräte mit 50%. Auch in Tirol steigen die Kosten für die Pflege.

ÖVP will Zugang zum Pflegegeld erschweren!

Laut Medienberichten plant die Bundesregierung, allen voran die ÖVP, daher bei der Pflege massiv zu sparen. Wie der Sozialsprecher der ÖVP zugegeben hat soll der Zugang zum Pflegegeld erschwert und beispielsweise die Pflegestufe 1 abgeschafft werden.

„Sparen, kürzen, streichen bei der Pflege geht voll zu Lasten und Kosten der betroffenen Menschen. Das ist ungerecht und unwürdig! Ich fordere alle Parteien in Tirol auf und besonders die Tiroler Regierungsparteien ÖVP und SPÖ, diesen geplanten Anschlag auf unsere Bürger zurückzuweisen. Das ist Sparen am völlig falschen Platz!”, stellt LA Fritz Dinkhauser unmissverständlich klar.

Pflegegeld-Einstufung gerechter machen!

“Das erste Gebot ist es, die Lotterie bei der Pflegegeld-Einstufung endlich zu beenden, wie wir es im Landtag eingefordert haben. Wer kommt in welche Pflegestufe – diese Einteilung soll nicht mehr nur Ärzten alleine obliegen, sondern sie ist über die Mitarbeit von Praktikern, wie Pflegepersonen, zu objektivieren und zu verbessern. Auch in Bayern machen sie es so“, erklärt LA Fritz Dinkauser.

Ohne Pflegegeld kommen Menschen früher ins Heim!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol sind Sparideen, wie die Pflegestufe 1 in Frage zu stellen, völlig verkehrt und letztendlich kontraproduktiv, weil sie die Pflege der Menschen nur teurer machen.

„Die Menschen daheim statt im Heim alt werden zu lassen, ist in Tirol der erklärte Wunsch von 80% der alten Menschen. Gerade Pflegegeldbezieher in der Stufe 1 können sich mit der finanziellen Unterstützung – 154,20 € monatlich – eine Betreuung zu Hause leisten. Ohne dieses Geld müssten sie früher ins Heim. Die teuerste Pflege aber ist die Pflege im Heim, die billigste die daheim. Tausende Menschen früher ins Heim zu schicken wäre der Kollaps für die Pflege!“, fürchtet LA Dinkhauser.

Idee einer solidarischen Pflegeversicherung kann Pflege langfristig sichern!

„Es ist geradezu absurd und kann im Interesse von niemandem sein, die Pflege völlig unfinanzierbar zu machen. Schon jetzt ist die Pflege langfristig nicht gesichert, denn obwohl derzeit nur rund 5.000 Tiroler im Heim sind, fehlen schon jetzt Heimplätze, es fehlt das Personal und es fehlt das Geld. Um die Pflege der Tiroler langfristig zu sichern, habe ich daher im Landtag eine solidarische Pflegeversicherung beantragt. ÖVP und SPÖ haben sie aber abgelehnt“, sagt LA Dinkhauser.