Medizinische Universität Innsbruck

Nach dem Protesttag der Universitäten unter dem Titel „Uni in Not“ gegen die geplanten Budgetkürzungen müssen die Verantwortlichen in Bund und Land die entsprechenden Lehren ziehen.

Abtrennung der Medizin-Uni: Unnütz & teuer!

„Zum einem rächt sich jetzt einmal mehr der bildungspolitische Wahnsinn und die willkürliche Entscheidung, aus einer Uni zwei zu machen. Die Abtrennung der Medizin-Uni im Jahr 2004 hat damals enorme Kosten verursacht und verursacht sie laufend. Allein das Rektorat an der Medizin-Uni mit 5 Leuten kostet pro Jahr rund eine Million Euro. Eine komplette Doppelstruktur, die man an der Haupt-Uni schon hat. Gar nicht zu reden von der teuren Abfertigung für den letzten im Streit in die Wüste geschickten Rektor. Die Abtrennung der Medizin-Uni hat ein politisches Machtzentrum, aber kein wissenschaftliches Forschungs- und Entwicklungszentrum geschaffen. Auch wenn wir die Proteste und den Kampf gegen die drohenden Budgetkürzungen voll unterstützen, fordern wir das Reinemachen vor der eigenen Haustür. Denn das Jammern für mehr Geld nimmt niemand ernst, solange im eigenen Haus keine Ordnung herrscht“, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Organisatorische und finanzielle Neuordnung der Hochschullandschaft notwendig!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol ist die Neuordnung der Hochschullandschaft in Tirol ein Gebot der Stunde. Dazu ist politisches Handeln sowie die finanzielle Unterstützung durch Bund, Land, Wirtschaft und Industrie notwendig.

„Das einzige und wichtigste Kraftwerk Tirols ist das Bildungskraftwerk! Dafür brauchen wir keine universitäre Schrebergarten-Landschaft, sondern ein Gesamtkonzept für die Tiroler Hochschul-Landschaft. Wir müssen schauen, wer, was machen kann und soll, was noch nicht abgedeckt ist und wer das dann abdecken soll. Spezialisierung macht absolut Sinn, immer noch mehr vom selben ist teurer Unsinn!”, stellt LA Dinkhauser klar.

Bund, Land, Wirtschaft & Industrie stehen in der Pflicht!

“In der Verantwortung dafür stehen zuallererst der Bund und auch das Land Tirol. Die ÖVP-SPÖ Landesregierung hat sich aus der Universitäts-Politik scheinbar komplett verabschiedet. Es scheint Landeshauptmann Platter, Tilg & Co. Null zu interessieren, wie es mit dem Wissenschaftsstandort Tirol weitergeht, der mit 33.000 Studierenden, rund 10.000 Mitarbeitern und einem Gesamtbudget von 400 Millionen Euro auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor ist. Auch die Wirtschaft und die Industrie müssen am Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsstandort Tirol ein großes Interesse haben. Dieses Interesse muss sich dann auch in konkreter finanzieller Unterstützung und Zusammenarbeit niederschlagen“, verlangt LA Dinkhauser.