Tiwag
“Einmal mehr kommt der vorgezogene Aprilscherz aus der Vorstandsetage der Tiroler Wasserkraft. Dort hat der Vorstandsvorsitzende jetzt offenbar bemerkt, dass es so etwas wie Restwassermengen, wie eine europäische Wasserrahmenrichtlinie, wie Gesetze und Vorschriften gibt. Allen ernstes will Wallnöfer den Tirolerinnen und Tirolern jetzt einreden, dass der Ausbau des Kraftwerkes Sellrain-Silz wegen eventuell zu geringer Restwassermengen unwirtschaftlich werden könnte”, führt Klubobmann LA Bernhard Ernst aus.

Die TIWAG und ihre Cross Border Probleme

“Das alles bemerkt der Vorstandsvorsitzende nach fünf Jahren Planung, die tausende Euro verschlungen hat. Das wahre Problem dürfte freilich das heute von einem ÖVP-Nationalratsabgeordneten ins Spiel gebrachte Cross Border Leasing sein. Das Kraftwerk Sellrain-Silz hat die TIWAG im Jahr 2001 an amerikanische Trusts verkauft und zurückgeleast. Jede Änderung ist – das zeigen zig Fälle in Deutschland – mit dem amerikanischen Partner abzusprechen!”, sagt LA Bernhard Ernst von der größten Oppositionspartei im Land.

Cross Border Deals als wahres Problem beim Ausbau des Kraftwerks Sellrain-Silz

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol stellt das TIWAG Management auch auf anderen Bereichen seine Unfähigkeit unter Beweis. Nachdem die Wiener Linien zwei Cross Border Deals auflösen konnten, hat gestern auch die Energie AG in Oberösterreich einen ihrer zwei Cross Border Deals vorzeitig aufgelöst.

“Ausgerechnet die Energie AG, an der die TIWAG mitbeteiligt ist, zeigt wie es geht. Sie löst einen von zwei Cross Border Deals auf und investiert gleichzeitig in Österreichs größtes Sonnenkraftwerk in Oberösterreich. Was anderswo geht, geht in Tirol unter Wallnöfer nicht. Landeshauptmann Platter als Eigentümervertreter und der Aufsichtsrat sind gefordert. Es kann nicht sein, dass die Tiroler Energiepolitik von Personen diktiert wird, die sich anstatt an zukunftsweisenden Projekten lieber an Kohlekraftwerken aus der energiewirtschaftlichen Steinzeit beteiligen. Wir werden uns konkrete Schritte gegen die Aufsichtsorgane der TIWAG überlegen”, erklärt Bernhard Ernst.

Unser Motto: Gleiche Anlage. Neue Technik. Gleich viel Wasser. Mehr Energie.

“Wallnöfer und die Landesregierung stehen nach fünf Jahren Planung bei Null. Sie verbeißen sich in unmögliche Megaprojekte anstatt das Sinnvolle und Machbare zu tun. Ich bin es leid, ständig von der ÖVP zu hören, dass das schnellste und vernünftigste Projekt, die Optimierung von 730 Kleinwasserkraftwerken im Land nicht möglich sein soll. Mein Motto: Gleiche Anlage, neue Technik, gleich viel Wasser, aber mehr Energie ist sehr wohl umsetzbar. Experten bestätigen das. Bis zu 30 Prozent mehr Energie lässt sich gewinnen, ohne neue Bäche zu beeinträchtigen. Dazu würde dieses Projekt hunderte Aufträge für kleinere und mittlere Betriebe in der Region bringen und hunderte Arbeitsplätze im Land sichern!”, skizziert Bernhard Ernst.