Blüten

Die Tiroler Umweltanwaltschaft begeht ihr 20-jähriges Bestehen. Ein Festakt, dem seitens der ÖVP-SPÖ Landesregierung nicht nur schöne Worte, sondern auch konkrete Taten folgen sollen.

Umweltanwaltschaft: Intakte Natur als Verdienst!

„Die Tiroler Umweltanwaltschaft samt den Naturschutzbeauftragten sind das Gewissen Tirols, was den sorgsamen Umgang mit der Natur im Land anbelangt. Dem ersten Umweltanwalt Sigbert Riccabona, seinem Nachfolger Johannes Kostenzer, ganz besonders aber den ehrenamtlich arbeitenden Naturschutzbeauftragten, die den Landesumweltanwalt in den Bezirken bei zig Behördenverfahren vertreten, gilt unser großes Dankeschön. Die Umweltanwaltschaft gibt der Natur eine Stimme und verteidigt die Interessen der Natur. Tirols in vielen Bereichen noch intakte Natur ist damit auch ihr Verdienst“, stellt Klubobmann LA Bernhard Ernst fest.

Naturschutz und Tourismus sind kein Gegensatz!

„Tirols Tourismus und die intakte Natur sind Zwillinge und hunderte Touristiker im ganzen Land haben das auch erkannt. Daher muss die Zeit des Gegeneinanders vorbei sein, ein gedeihliches Miteinander ist die Riesenchance für Tirol. Außer einer Beton-Fraktion innerhalb der ÖVP, die einer Wirtschafts- und Tourismuspolitik der 60er und 70er Jahre nachhängt, leben die Tiroler immer weniger das Feindbild Wirtschaft gegen Natur. Der Umweltanwalt als Feindbild, als Bremser wirtschaftlicher und touristischer Entwicklung sollte eigentlich ausgedient haben”, meint LA Ernst.

Umweltanwaltschaft verdient ordentliche Rahmenbedingungen!

“Die immer noch bestehende Missachtung der Arbeit der Umweltanwaltschaft zeigt sich letztlich darin, dass die ÖVP-SPÖ Landesregierung den Umweltanwalt nach wie vor nicht weisungsfrei stellt und ihm ein Beschwerderecht beim Höchstgericht zugesteht. Dadurch versuchen ÖVP und SPÖ, den Umweltanwalt am Gängelband der Politik zu halten, verknüpft mit dem Druckmittel seiner allfälligen Nicht-Wiederbestellung“, erklärt LA Bernhard Ernst.

Liste FRITZ: Konkrete Taten statt schöner Worte!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol verlangt dem Umweltanwalt endlich das Beschwerderecht einzuräumen und ihm die notwendige personelle Ausstattung – ein Mitarbeiter mehr – zu genehmigen.