„Wir möchten endlich klare Verhältnisse“, fordert Liste Fritz Parteichefin Andrea Haselwanter-Schneider bei einer Pressekonferenz in Lienz. Im dortigen Bezirkskrankenhaus hat das medizinische Personal im Vergleich zu anderen Krankenhäusern und den Spitälern der Tirol Kliniken einen Nachteil: Die Umkleidezeiten werden nicht gänzlich als Arbeitszeit gerechnet. Aus hygienischen Gründen muss sich das Personal im Krankenhaus umziehen. „In Lienz gibt es lediglich einen Beschluss des Gemeindeverbandsausschusses, wonach die Umkleidezeiten mit zehn Minuten mehr Mittagspause verrechnet werden. Das ist nicht fair und so auch nicht hinzunehmen“, sagt Parteichefin Haselwanter-Schneider. Sie fordert die Verantwortlichen im Bezirksspital auf, endlich eine gesetzeskonforme Lösung durchzusetzen. „Zehn Minuten mehr Mittagspause nützt all‘ jenen nichts, die aufgrund ihrer Diensteinteilung gar keine Mittagspause haben.“
Die Liste Fritz legt Lösungsvorschläge auf den Tisch. „Eine Möglichkeit wäre, es so zu machen wie die Tirol Kliniken, die rechnen die Umkleidezeit als Arbeitszeit.“ Es gebe auch noch eine zweite Lösungsvariante, es so zu machen wie Kärnten. „Dort geht man mit gutem Beispiel voran, weil es eine gesetzliche Regelung und Betriebsvereinbarung gibt.“
Das Bezirkskrankenhaus Lienz sieht die Parteichefin seit Jahren säumig. Das entsprechende OGH-Urteil, wonach Umkleidezeiten in den Krankenhäusern Arbeitszeiten sind, stammt vom 17. Mai 2018.
Wechsel in der Bezirksorganisation Osttirol
Der Lienzer Anton Raggl folgt Günter Hatz als Bezirkssprecher der Liste Fritz in Osttirol nach. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe“, sagt Raggl. Im VP-dominierten Osttirol brauche es eine wählbare und glaubwürdige Alternative. „Wir setzen uns für die Osttirolerinnen und Osttiroler ein und zeigen Ungerechtigkeiten auf.“ Er versteht die Liste Fritz als eine Kontrollpartei. Bei den letzten Gemeinderatswahlen 2022 war Raggl für die Liste „Freiheitlich und unabhängig für Lienz“ angetreten. „Ich habe mich immer zu den unabhängigen Kandidaten gezählt.“
Parteichefin Andrea Haselwanter-Schneider dankt Günter Hatz, der sich aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen muss, für seinen Einsatz.