Landschaft

Auf Antrag der FPÖ hat der Tiroler Landtag im Rahmen der „Aktuellen Stunde“ heute das Thema „Tourismusgesetz hemmt den Tourismus“ diskutiert.

Viele Herausforderungen im Tourismus – “Platter tu’was!”

„Der Tiroler Tourismus ist mit rund 8 Milliarden Euro Wertschöpfung ein Erfolgsmodell fürs Land, von dem viele Arbeitnehmer und Betriebe profitieren. Allerdings steht der Tourismus vor großen Herausforderungen, etwa was die Verschuldung der Betriebe anbelangt. Laut Experten würde ein Nächtigungsrückgang von 10% in nur einer Saison viele Unternehmen in die Pleite treiben. Das zeigt, das Erfolgsmodell Tourismus krankt”, sagt Klubobmann Bernhard Ernst.

Kein Tourismusleitbild: Platter ohne Strategie

“Was fehlt ist ein Tourismusleitbild 2020 oder 2030, eine längerfristige Strategie, die nicht wie die derzeitige im Jahr 2012 endet. Ich vermisse bei Landeshauptmann Platter als zuständigem Tourismusreferenten eine Strategie, um das Erfolgsmodell Tourismus langfristig abzusichern. Tirol braucht einen starken, durchsetzungsfähigen, ideenreichen und innovativen Tourismusreferenten. Den vermisse ich, daher Platter tu` was und mach mehr!“, verlangt LA Bernhard Ernst mehr Initiative von Platter und der Landesregierung.

Immer weniger Tiroler im Tourismus beschäftigt

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol ist es alarmierend, dass immer weniger Tiroler im Tourismus arbeiten wollen, obwohl es dort Arbeitsplätze gibt. Eine Tatsache, die vor allem hausgemacht ist.

„Für immer mehr Tiroler ist der Tourismus kein attraktiver Arbeitsplatz. Das liegt an familien- und frauenfeindlichen Arbeitszeiten, das liegt an viel zu wenigen, ganzjährigen Arbeitsplätzen im Tourismus und das liegt nicht zuletzt an der schlechten Bezahlung. Die Tourismusbranche freut sich über jährliche Zuwächse, aber die tausenden Mitarbeiter spüren davon kaum etwas. Laut Aufstellung des Bundesrechnungshofes verdienen die Menschen im Tourismus bei weitem am Schlechtesten”, zeigt Klubobmann Bernhard Ernst auf.

Wichtige Initiativen für die Zukunft

“Es braucht eine Initiative für mehr Lehrlinge und generell Mitarbeiter freundlichere Arbeitsbedingungen. Es braucht eine Fremdsprachenoffensive, um italienisch in Tirol selbstverständlich zu machen, wenn wir einen Markt von 30 Millionen Menschen vor der Haustür haben. Es braucht auch eine bessere strategische Zusammenarbeit zwischen der Tirol Werbung und den einzelnen Tourismusverbänden. Und es braucht letztlich Entschuldungs- und Ausstiegsmodelle für Betriebe, die ohne Nachfolger sind oder sich wirtschaftlich nicht mehr halten können“, stellt Klubobmann LA Bernhard Ernst klar.