Aufnahmetest Universität Innsbruck

Österreich hinkt bei Akademikerquote hinten nach

“Studieren oder selektieren, welche Perspektive gibt die heimische Bildungspolitik jungen Menschen? Der Auftrag nach dem Urteil des Verfassungsgerichtshofes ist klar, es braucht mehr Geld für die heimischen Universitäten, weil es für die Studierenden ausreichend Plätze geben muss und es braucht ordentlich ausgestattete Studienplätze. Das gilt auch für die Universitäten in Innsbruck”, stellen Dr. Andreas Brugger und Dr. Andrea Haselwanter-Schneider klar.

Hochschulbildung im Ländervergleich

Österreich und damit Tirol haben eine extrem niedrige Akademikerquote. Von den in einer Tabelle der OECD (2009) aufgezählten Ländern hat nur Italien mit 15% eine noch niedrigere Akademikerquote als Österreich 19%. Deutschland 26%, die Schweiz 35%, Finnland 37% oder Kanada mit 50%. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 30%.

“Die Bildung ist generell für die Zukunft unseres Landes und unserer Bevölkerung sehr wichtig. Dies gilt auch für die universitäre Bildung, zumal sich die Universitäten in der Regel sehr um vielseitige, kritische und objektive Wissensvermittlung bemühen”, meinen Haselwanter-Schneider und Brugger.

Zum Nachlesen:

ÖVP-Minister Töchterle muss sich als Anwalt der Studierenden für deren Anliegen einsetzen

“Töchterle vergisst völlig seinen Auftrag, für alle Studierenden da zu sein. Anstatt für ausreichend Mittel für die Studierenden und die Universitäten zu kämpfen, verlangt er Zugangsbeschränkungen und will Studenten vom Studieren abhalten. Töchterle soll Anwalt und Lobbyist für die Studierenden sein. Während der Landwirtschaftsminister ständig als Lobbyist für die Bauern auftritt, spielt Töchterle den Studienabschrecker und will Zugangsbeschränkungen. Die jungen Menschen brauchen einen, der für sie kämpft und nicht ihre Zukunft kürzt. Auch in der Frage der Neuregelung der Studiengebühren hat Töchterle bis dato keine Lösungen zusammengebracht, sondern den Schwarzen Peter an die Universitäten abgeschoben”, erklärt Andrea Haselwanter-Schneider.

Andreas Brugger und Andrea Haselwanter-Schneider von der Liste FritzHerkunft darf nicht Zukunft bedeuten. Bildung ist unser Kapital.

“Raimund Margreiter oder Hans Anderl sind nicht über Zugangsbeschränkungen zu herausragenden und hochangesehenen Medizinern und Professoren geworden. Der Geist ist das Gold, das Österreich und Tirol haben. In die Köpfe der jungen Menschen ist zu investieren. Wofür bieten wir den jungen Menschen sonst alle möglichen Schulen mit Matura an, wofür bewerben Politik und Wirtschaft Lehre mit Matura, wenn junge Menschen dann nicht studieren können, weil sie an fragwürdigen Zugangsbeschränkungen scheitern?”, meinen Andrea Haselwanter-Schneider und Andreas Brugger.

Bildung ohne soziale Unterschiede unsere Aufgabe.

“Wer die Grundvoraussetzungen wie eine Matura oder Studienberechtigungsprüfung hat, kann studieren, das ist ein Grundrecht. Eine Selektion am Beginn des Studiums lehnen wir ab, die Schulpolitik selektiert ohnehin schon am Ende der Volksschule und am Weg ins Gymnasium. Sie selektiert am Ende der Hauptschule, wenn jährlich 300 Tiroler Schüler keinen wohnortnahen Platz in einer weiterführenden Schule finden. Der Geist nicht die Geldtasche muss ausschlaggebend sein. Eine soziale Negativauslese lehnen wir ab”, führt Andrea Haselwanter-Schneider aus.