Tiwag Zentrale Innsbruck

„TIWAG Vorstandsvorsitzender Wallnöfer lässt im Längental die Bagger auffahren. Dort soll der neue Speichersee für den Ausbau des Großkraftwerkes Sellrain-Silz entstehen. Das passt zur bisher praktizierten rücksichtslosen Vorgangsweise des TIWAG Generals. Er schert sich Null um die Interessen der betroffenen Bürger und will sie wieder einmal einfach niederwalzen. Wallnöfer will, ohne endgültige Bewilligung des Kraftwerkes und ohne Abschluss des UVP-Verfahrens, schon einmal Tatsachen schaffen”, erklärt Energiesprecher LA Bernhard Ernst.

Wallnöfer schert sich weder um Bürger noch um Platters Bitte nach mehr Gesprächsbereitschaft!

“Angesichts so einer Vorgangsweise mutet die Aussage von Eigentümervertreter Platter noch hilfloser an, der der TIWAG medial ausgerichtet hat, sie möge verstärkt das Gespräch mit der betroffenen Bevölkerung suchen und ihr Vertrauen zurückgewinnen. Wallnöfer scheint noch immer nicht kapiert zu haben, dass sich vertrauensbildende Maßnahmen nicht durch Geldgeschenke erkaufen lassen, sondern von ernstgemeinter Dialogbereitschaft getragen sein müssen“, sagt LA Ernst.

Ausbau des Großkraftwerks Sellrain-Silz ohne Stubaier Wasser unrentabel!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol ist es untragbar, dass das größte Landesunternehmen, das zu 100% im Besitz der Tiroler Bürger steht, schon einmal teure Tatsachen schaffen will, ohne endgültige Genehmigungen zu haben und obwohl derzeit gewählte Gemeinde-Mandatare und betroffene Bürger am Wort sind.

„Ohne das Wasser aus den Bächen des Stubaitales ist der Ausbau des größten Pumpspeicherkraftwerks Sellrain-Silz mit einem zusätzlichen Speichersee im Längental wirtschaftlich nicht rentabel. Nach derzeitigem Stand sind die politischen Entscheidungsträger aber nicht bereit, einer Wasserableitung aus dem Stubaital zuzustimmen. Das haben die vom Volk gewählten Gemeinderäte in Neustift gerade bewiesen, indem sie einstimmig Nein zu Ableitungen des Stubaier Wassers gesagt haben”, so LA Ernst.

Volksbefragung im Stubaital abwarten und Ergebnis respektieren!

“Im Herbst werden die Bürger von Neustift in einer Volksbefragung um ihre Meinung gebeten, ob Wasser aus Stubaier Bächen für das Großkraftwerks-Projekt Sellrain-Silz zur Verfügung gestellt werden soll. Es ist eine Verhöhnung der Bürger den Ausgang der Volksbefragung durch das Schaffen baulicher Tatsachen vorwegnehmen zu wollen. Und eines muss klar sein, das Votum der Bürger bei der Volksbefragung in Neustift muss für die Politiker in der Gemeinde und in der Landesregierung bindend sein. Wenn schon der einmal mehr rücksichtslos agierende TIWAG General meint, sich um den Willen der Bürger nicht scheren zu müssen, beweist er einmal mehr, dass er nicht geeignet ist, das größte Landesunternehmen zu führen. Zumindest aber muss die ÖVP-SPÖ Landesregierung den Willen der Bürger respektieren. Dafür werden wir sorgen!“, stellt LA Ernst klar.