Geld in Brieftasche

„Wallnöfer und Co. haben die Tiroler Bürger hinter ihrem Rücken in hochriskante Deals geführt, für die sie jetzt zu haften haben. Nicht genug damit, dass jetzt US-Trusts 14 Tiroler Kraftwerke, Stromleitungsnetze, Bäche und Wasserrechte kontrollieren, die Amerikaner stehen auch im Grundbuch”, erklärt Energiesprecher LA Bernhard Ernst.

Haftungen weit höher als Barwertvorteil!

“Rund 270 Millionen Euro sind eine Summe, die den damals erzielten Barwertvorteil bei weitem übersteigen. Im schlimmsten Fall bezahlen die Bürger mit ihrem Steuergeld für riskante Geschäfte des TIWAG-Generals unterstützt von Provinzpolitikern, die das große Geschäft vor Augen auf jede kaufmännische Sorgfalt vergessen haben“, stellt LA Bernhard Ernst klar.

TIWAG Bilanz belegt: CBL Ausfalls-Risiko steigt!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol zeigen die Zahlen aus den TIWAG Bilanzen 2008 und 2009, wie sehr sich das Risiko auf einen Totalausfall bei diesen hochriskanten Spekulationsgeschäften verschärft hat. 2008 hat die TIWAG Eventualverbindlichkeiten in der Höhe von rund 112 Millionen € ausgewiesen, nach dem katastrophalen Geschäftsverlauf Anfang des Jahres 2009 musste sie diese Verbindlichkeiten um 150 Millionen auf 270 Millionen € hochschrauben.

„Wallnöfers Aussagen, wonach das Risiko nicht gestiegen sei, sind blanker Unsinn, ein Hohn gegenüber den Bürgern, die das Risiko zu tragen haben, und reine Volksverdummung. Er muss sich durch seine eigenen Bilanzen eindeutig widerlegen lassen. Seine Durchhalte- und Beruhigungsparolen sind unseriös, denn er gibt sie für Geschäfte aus, die auf mehrere Jahrzehnte abgeschlossen sind“, erklärt LA Bernhard Ernst.

Innsbrucker Kommunalbetriebe haben 20 Mio. € für Cross Border Leasing gezahlt!

“Ich erinnere an die Verluste der Innsbrucker Kommunalbetriebe, die schon 20 Millionen Euro für ihre riskanten Cross Border Deals bezahlen mussten. Ebenso erinnere ich an die Warnungen des Oberösterreichischen Landesrechnungshofes, der die Cross Border Deals als hochriskante Spekulationsgeschäfte bezeichnet hat”, so LA Ernst.

Platter und van Staa waren mit dabei – übernehmen sie die politische Verantwortung?

„Was ist mit der politischen Verantwortung für diese hoch riskanten Deals? Die Landesregierung hat sich nur mit zwei der fünf TIWAG Cross Border Deals beschäftigt. Das Kraftwerk Sellrain-Silz mit einem Volumen von 1,5 Milliarden US Dollar hat die Landesregierung 2001 per Umlaufbeschluss erledigt. Im Jahr 2003 wurden mehrere Kraftwerke und ein Teil des Stromnetzes nach kurzer Diskussion wohlmeinend erledigt. Hat Günther Platter als damaliges ÖVP Regierungsmitglied den CBL-Vertrag zum Kraftwerk Sellrain-Silz im Jahr 2001 gelesen? Hat er sich beraten lassen und von wem? Und wie war es bei ÖVP Landeshauptmann Herwig van Staa im Jahr 2003, wie viele der tausenden Vertragsseiten hat er gelesen?“, hält LA Ernst fest.