Tiwag-Zentrale in Innsbruck

TIWAG braucht endlich klare energiepolitische Vorgaben!

“Statt einer modernen Energiepolitik betreibt die TIWAG seit Jahren eine sture Kraftwerkspolitik im Stile der 60er Jahre. Als Allheilmittel will die TIWAG-Vorstandsetage Millionen teure Großkraftwerksprojekte durchziehen. Vor alternativen Energien, die in der ganzen Welt forciert werden, macht das TIWAG-Management die Augen zu. Die Platter-Regierung hat es bis dato verabsäumt, der TIWAG als größtem Landesunternehmen einen klaren energiepolitischen Auftrag zu erteilen”, erklärt Klubobfrau und LAndta

gsabgeordnete Andrea Haselwanter-Schneider.

Liste FRITZ: 5-Punkte-Forderungskatalog!

Eine Photovoltaik-AnlageDie ÖVP-dominierte Landesregeirung muss diese Forderungen im Sinne der Tiroelrinnen und Tiroler beschließen und die TIWAG muss sie umzusetzen:

  1. Sonne: Tirol braucht eine Sonnenstrom-Offensive! Um einen Boom an Photovoltaik-Anlagen auszulösen, soll die TIWAG einen Solarfonds mit jährlich 10 Mio. € speisen. Der Solarfonds fördert private Photovoltaik-Anlagen, die nicht in das Förderegime des Bundes kommen, mit rund 2.500 €.
  2. Wasser: Die Effizienzsteigerungsprogramme für die rund 900 Kleinwasserkraftwerke in Tirol stecken in den Kinderschuhen. Richtig angegangen, können kleine Kraftwerke wesentlich mehr Strom produzieren ohne irgendeinen weiteren Bach verbauen zu müssen.
  3. Wind: Nach wie vor fehlt eine tiefergehende Debatte über das tatsächliche Windkraft-Potential in Tirol.
  4. Gemeinden: Es braucht endlich tirolweit einheitliche Kriterien im Umgang mit den Gemeinden, wenn Grund und Boden sowie Wasser für ein Kraftwerksprojekt gebraucht werden. Zahlungen an die Gemeinde dürfen nicht dem Verhandlungsgeschick eines Bürgermeisters oder der persönlichen Bekanntschaft mit der TIWAG-Vorstandsetage überlassen werden.
  5. Bürger: In Deutschland sind gerade im Solarbereich Bürgerkraftwerke stark im Kommen. Die TIWAG muss solche Bürgerbeteiligungsprojekte ernsthaft angehen.

Millionen für Bürgerprojekte statt für Werbung und Berater!

“Wir erwarten uns, dass das Landesunternehmen TIWAG seine Strategie ändert und nicht länger jährlich Millionen in Beratung und Werbung steckt, sondern das Geld in konkrete energiepolitische Projekte investiert, die den Bürgern langfristig nützen”, bringt Andrea Haselwanter-Schneider ihre Vorstellungen auf den Punkt.

TIWAG: Vorstandsetage aufgestockt – Kosten müssen Bürger tragen!

“Die TIWAG hat zusätzlich zu Bruno Wallnöfer mit Erich Entstrasser und Johann Herdina zwei neue Vorstände geholt. Während die Bürger steigende Stromkosten verdauen müssen, laut AK Energiepreisstudie sind die Strompreise der TIWAG zwischen 2008 und 2012 um 12,9 Prozent gestiegen, stockt das Landesunternehmen TIWAG seine Vorstandsriege auf. Schon bisher haben die beiden Vorstände mehr als 650.000 Euro pro Jahr gekostet. Die aus der Verbreiterung des Vorstandes entstehenden Mehrkosten haben wieder die Tiroler Stromkunden zu zahlen”, zeigt Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider wenig Verständnis.

Wallnöfer & Co bekommen weit höhere Gage als Landeshauptmann!

Es ist überhaupt nicht einzusehen, warum die Vorstände der landeseigenen TIWAG weit mehr als der Landeshauptmann (227.000 Euro brutto) verdienen. Die Landesregierung als Eigentümervertreter schaut tatenlos zu und hat sogar ihren Segen für die enormen Managergehälter von über 300.000 Euro pro Jahr bei der TIWAG gegeben.