Heuballen

Ohne rechtliche Grundlage hat die Platter-Regierung Prof. Sandgruber mit einem Gutachten beauftragt und dafür 20.000 € bezahlt. Das musste ÖVP-Landesrat Steixner in einer schriftlichen Anfragebeantwortung eingestehen.

Im Wortlaut: Anfragebeantwortung Steixner an Dinkhauser „Expertengutachten zu den Agrarübertragungen in Osttirol während der NS-Zeit: Der Auftrag. Die Kosten“

In einer knapp 70 Seiten starken Stellungnahme hat sich Agrargemeinschaftsexperte und FRITZ-Landtagsabgeordneter Dr. Andreas Brugger nun inhaltlich mit dem Gutachten auseinandergesetzt.

Zum Nachlesen:

Stellungnahme von LA Andreas Brugger zum Sandgruber-Gutachten

Landesregierung übrnimmt mit Sandgruber-Gutachten die Thesen der Agrarier!

“Sandgruber hat ungeprüft die seit Jahren verbreiteten Thesen der Agrarier übernommen. Beachtlich ist, dass sein Gutachten von der Landesregierung beauftragt und präsentiert worden ist. Zumal dieses Gutachten die Tiroler Geschichte umschreibt, indem es auf der nachweislich falschen Grundlage aufbaut, wonach in früheren Jahren nur besitzende Bauern Mitglieder der Gemeinden gewesen seien. Damit machen sie aus der Gemeinde eine Agrargemeinschaft”, erläutert Agrarexperte Dr. Andreas Brugger.

Volkszählung aus dem Jahr 1785

Gemeinde war auch früher nicht gleich Agrargemeinschaft

“Volkszählungsergebnisse aus 1785 für Gesamttirol widerlegen eindeutig, dass Gemeinde gleich Agrargemeinschaft gewesen wäre. Demnach gab es damals rund 550.000 nicht besitzende Tiroler, das sind 91%, und etwa 55.000 besitzende Bauern, das sind 9%. Wenn Platter, Steixner und Co. die Sandgruber und Agrarier-Thesen heute übernehmen, dann klammern sie 91% der Tiroler Bevölkerung aus. Diese Haltung, wonach der Großteil der Bevölkerung nicht zur Gemeinde gehört hätte und Gemeinde nur besitzenden Bauern wären, schafft den Nährboden, um die Gemeinden und Gemeindebürger auch heute noch über den Tisch zu ziehen”, zeigen Fritz Dinkhauser und Andreas Brugger auf.

Zum Nachlesen: Pressereader „Tirolerland – mehr als nur Bauernland!“

Fritz Dinkhauser und Andreas Brugger von der Liste Fritz“Landeshauptmann Platter weisen sie Geschichtsfälschung zurück!”

“Zuerst haben sie den Gemeindebürgern ihren Grund und Boden sowie ihr Geld genommen und jetzt versuchen Platter und Co. ihnen durch solch ein Gutachten auch noch ihr Gesicht zu nehmen. Landeshauptmann Platter hätte eigentlich die gesamte Bevölkerung Tirols zu vertreten, nicht nur eine Minderheit. Er steht in der Pflicht und hat sich von dieser Geschichtsfälschung, wonach es in Tirol nur besitzende Bauern und sonst niemanden gegeben habe, zu distanzieren und sie zurückzuweisen”, verlangen Fritz Dinkhauser und Andreas Brugger.

Tirolerland: Mehr als nur Bauernland

“Natürlich haben die Bauern immer zu Tirol gehört, aber sie haben eben nicht nur Tirol ausgemacht. Tirolerland war und ist immer schon mehr gewesen als nur Bauernland. Wir wollen die doppelte Ungerechtigkeit beseitigen und arbeiten einerseits politisch und rechtlich an der Rückübertragung des Gemeindegutes an die Gemeinden sowie andererseits an der geistigen Richtigstellung der Geschichte. Das Tiroler Volk war und ist mehr als die Bauern, haben früher Handwerker, Gewerbetreibende, Händler, Knappen oder Häusler die Mehrheit ausgemacht so sind es heute eben Arbeiter, Angestellte und Wirtschafter”, stellen Fritz Dinkhauser und Andreas Brugger klar.

Die FRITZ-Lösung des Unrechts Agrargemeinschaften:

  • FRITZ-Antrag zur Rückübertragung des Gemeindegutes an die Gemeinden, Februar 2011

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