Verkehr in der Nacht

„Der Tiroler Müll fährt LKW, der ausländische Müll soll Zug fahren. Das ist ein politischer Bauchfleck von ÖVP und SPÖ, der die Glaubwürdigkeit der Tiroler Verkehrspolitik in Tirol, Wien und Brüssel erschüttert und geradezu konterkariert. Ausgerechnet am Tag nach dem Aus für das sektorales Fahrverbot für bestimmte Güter, wie eben Müll, sieht sich die Tiroler Politik mit dem Transport des Tiroler Mülls auf der Straße konfrontiert. Das ist schleunigst abzustellen und dafür sind Landeshauptmann Platter und sein Stellvertreter Gschwentner politische zuständig und verantwortlich“, stellt Klubobmann LA Bernhard Ernst fest.

Mülltransporte auf der Straße sind sofort abzustellen!

„Platter und Gschwentner brauchen nicht ‘richtig sauer’ zu sein, sie sollen verordnen, dass der Tiroler Müll Zug fahren muss. Schließlich war es die ÖVP-SPÖ Landesregierung, der Gschwentner auch angehört hat, die verordnet hat, dass der Tiroler Müll außerhalb Tirols verbrannt werden soll. Wenn sie A wie ´Außerhalb Tirols verbrennen` sagen, dann sollen sie auch B wie ´Bitte Zug fahren` sagen!

Nagelprobe für die Glaubwürdigkeit der Tiroler Politik!

“Politisch bedenklich ist, wenn man sich vorstellen muss, wie diese schwarz-rote Landesregierung in Brüssel Gehör finden soll, wenn sie die Probleme vor der eigenen Haustür nicht in den Griff bekommt. Der Mülltransport auf der Straße ist für die Landesregierung eine Nagelprobe für ihre Glaubwürdigkeit und Durchsetzungsfähigkeit“, erklärt LA Bernhard Ernst.

Müll auf der Schiene: 60 Cent Mehrkosten pro Monat!

Natürlich entstehen durch das Transportieren des Mülls auf der Schiene Mehrkosten, aber die Berechnung zeigt, dass es sich um vertretbare Kosten handelt, die die Landesregierung der Bevölkerung erklären kann.

„Ausgehend von den Kosten, die der Geschäftsführer des größten Abfallverbandes, Tirol Mitte, genannt hat, sind die entstehenden Mehrkosten im Sinne der Umwelt und der Glaubwürdigkeit der Tiroler Verkehrspolitik vertretbar. Pro Tiroler Haushalt entstehen bei einer Müllmenge von rund 250 Kilogramm pro Jahr etwa 7 € pro Jahr, also rund 60 Cent pro Monat. Das ist verkraftbar“, sagt Klubobmann LA Bernhard Ernst.