Schule auf Tafel

Das Land wird jetzt jene Hauptschulen, die keine Neuen Mittelschulen geworden sind und damit keine zusätzlichen Bundesgelder bekommen haben, unter dem Titel „Tiroler Hauptschule neu“ aufwerten. Der große Vorteil: Ein erweitertes pädagogisches Konzept, mehr Geld und mehr Förderstunden.

Hauptschüler, Eltern & Lehrer profitieren!

„Damit setzt die zuständige Ländesrätin Palfrader eine wichtige Forderung von uns um. Aber es geht nicht um unseren Erfolg, sondern darum, dass das Modell „Tiroler Hauptschule neu“ ein gewaltiger Fortschritt für die Kinder, Eltern und Lehrer an den Tiroler Hauptschulen ist. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Dafür ist Landesschulinspektor Wöll, der das Modell unter dem Namen ´Tiroler Mittelschule` erarbeitet hat, zu gratulieren. Die weitere Aufwertung der Hauptschulen ist ein notwendiger Zwichenschritt zum Modell der neuen Mittelschule, die die Diskriminierung der Schülern in drei Leistungsgruppen aufhebt. Der letzte Schritt muss jener zur lang fälligen Gesamtschule der 10-14 jährigen Kinder sein“, erklären LA Fritz Dinkhauser und Bildungssprecher LA Gottfried Kapferer.

Hartnäckig gefordert…

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hat sich im Rahmen der Aktuellen Stunde im Juli-Landtag und mittels Dringlichkeitsantrag im September-Landtag mehrmals und hartnäckig für das Modell „Tiroler Hauptschule“, das die ungerechten und unsozialen Leistungsgruppen abschafft, eingesetzt.

…von ÖVP und SPÖ verzögert…

„Bedauerlicherweise ist es bezeichnend für die ÖVP-SPÖ Politik, dass sie unseren diesbezüglichen Antrag noch im September vom Tisch gewischt und im Landtag abgelehnt haben. Das nur mit dem Hintergedanken, dass sie jetzt die Umsetzung als Idee der ÖVP feiern können. Die betroffenen Kinder, Eltern und Lehrer in solcher politischer Scheingefechte schon lange überdrüssig. Sie verlangen von den politisch Verantwortlichen zu Recht Lösungen im Bildungsbereich”, meint LA Dinkhauser.

…jetzt aber umgesetzt!

“Ein wichtiger Schritt ist es, dass die diskriminierenden Leistungsgruppen jetzt außer Kraft gesetzt werden. Von den 24.000 Tiroler Hauptschülern sind mehr als die Hälfte in der 2. und 3. Leistungsgruppe. Allein rund 5.000 Kinder sitzen in der 3. Leistungsgruppe. Der Makel, nicht gut genug für die 1. Leistungsgruppe zu sein, fällt für sie künftig weg und sie werden jetzt mit mehr Förderstunden besser unterstützt“, freut sich LA Dinkhauser.