Kinder am Spielplatz

Seit 1. August 2013 gilt in Deutschland ein Rechtsanspruch auf einen öffentlich geförderten Betreuungsplatz für 1- bis 3- jährige Kinder.

Chancen nützen, Fehler vermeiden!

Die Erfahrungen in Deutschland zeigen, rechtzeitig und sorgfältig vorbereitet, bringt ein Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz nur Gewinner. Die Kinder, Frauen, Familien und die 22.000 Alleinerziehenden in Tirol profitieren ebenso wie die Gemeinden, es entstehen tausende Arbeitsplätze für Kinderpädagoginnen und in der Bauwirtschaft. Das deutsche Modell zeigt auch, sobald ein Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz politisch beschlossen ist, gibt es einen regelrechten Boom bei der Schaffung von geeigneten Plätzen, bei der Ausbildung von Personal und auch bei der Nachfrage”, berichtet Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider.

Landtagsinitiativen der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol dazu:

  • Tiroler Familien entlasten – Idee 1: Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz sicherstellen AUSGESETZT von ÖVP und Grünen
  • Tiroler Familien entlasten – Idee 2: Zukunftsfonds installieren – Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen in Gemeinden finanzieren ABGELEHNT von ÖVP und Grünen

Mit Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung sind die Tiroler Eltern nicht länger Bittsteller!

“Wir wollen niemanden zwingen, sein Kind außer Haus betreuuen zu lassen, aber wer auf Kinderbetreuung angewiesen ist, soll das passende Angebot bekommen. Das deutsche Modell beweist einmal mehr, wenn das Angebot da ist, steigt auch die Nachfrage bei den Eltern”, erläutert LA Andrea Haselwanter-Schneider die Ergebnisse entsprechender Studien und Untersuchungen.

Zum Nachlesen – die Berichte zur FRITZ-Initiative in den Tiroler Medien:

Recht auf Kinderbetreuung – die Forderungen der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol:

  1. Tiroler Eltern sollen einen echten und durchsetzbaren Rechtsanspruch auf einen öffentlichen Kinderbetreuungsplatz bekommen
  2. Land Tirol soll einen Zukunftsfonds zur zweckgebundenen Finanzierung des Ausbaus der Kinderbetreuung einrichten (etwa aus Rückflüssen der Landesbank Hypo Tirol ans Land)
  3. Land Tirol hat den Ausbau der wirklich ganztägigen und ganzjährigen Kinderbetreuung zu beschleunigen

“Tirol hat in Sachen Kinderbetreuung schon einiges getan, aber es bleibt noch viel zu tun. Daher wollen wir einen durchsetzbaren Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab 2015, Tirol soll hier eine Vorreiterrolle übernehmen, schließlich will man ja das kinderfreundlichste Bundesland sein. Damit die Gemeinden den Ausbau und den Betrieb der Kinderbetreuung auch finanzieren können, wollen wir einen eigenen Zukunftsfonds des Landes zweckgebunden für die Kinderbetreuung einrichten. Gespeist könnte er beispielsweise aus den Rückflüssen der Landesbank Hypo Tirol an das Land werden”, schlägt Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider vor.

Mutter mit KindUnter 3-Jährige: Nur jedes 5. Kind hat Betreuungsplatz!

“Während in Tirol mit 19 Prozent nur etwa jedes fünfte Kind unter 3 Jahren in Betreuung ist, sind es im städtischen Wien knapp 35 Prozent und im ländlichen Burgenland 30 Prozent. Die EU-Zielvorgabe in den sogenannten Barcelona-Zielen lautet 33 Prozent. In Tirol fehlen Plätze bei den unter 3-Jährigen, denn laut Fachleuten ist der Bedarf mit 35 Prozent durchaus gegeben”, so Haselwanter-Schneider.

Noch keine ganztägige und ganzjährige Kinderbetreuung in Tirol!

“Auch was die Kinderbetreuung der 3- bis 6-Jährigen anbelangt, hat Tirol noch riesigen Nachholbedarf. Ganztägig heißt laut Landesregierung noch immer sechs Stunden Betreuung pro Tag und ganzjährig bedeutet, dass die Kindergärten bis zu 12 Wochen im Jahr geschlossen sind, bei 5 Wochen Jahresurlaub der arbeitenden Eltern. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie funktioniert so nicht, die Landesregierung muss ihre Hausaufgaben machen”, verlangt Andrea Haselwanter-Schneider einen weiteren Ausbau der Kinderbetreuung und stützt sich auf die Kritik des Landesrechnungshofes.

Was die Tiroler Landesregierung unter ganztägiger und ganzjähriger Kinderbetreuung versteht:

  • nicht einmal jeder zweite Kindergarten (nur 42%) hat nach 14.00 Uhr noch offen
  • nur jeder fünfte Kindergarten (19%) hat nach 16.30 Uhr noch offen
  • 80% der Kindergärten schließen Freitag um 14.00 Uhr, obwohl die meisten Tiroler auch freitags Nachmittag arbeiten!
  • Tiroler Tourismusorte: Gerade dort ist ein Kinderbetreuungsangebot auch am Samstag (Urlauberschichtwechsel) für viele berufstätige Eltern immens wichtig