Produktion

Mit einer Arbeitslosenquote von 4,7 Prozent sind die Zahlen für Tirol noch immer bedeutend besser als für andere Bundesländer oder europäische Regionen. Aber die Politik darf sich nicht hinter diesen Prozentzahlen verstecken, jeder Einzelne der 17.472 Tiroler, der mit Ende Juli ohne Job oder in Schulung war, ist ein Schicksal. Der gewaltige Anstieg von 18% ist alarmierend”, erklärt Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider.

Arbeitslosigkeit: Europäisches Problem und Hilfe vor Ort!

“Die bedrohliche Entwicklung am Arbeitsmarkt ist eine gesamteuropäische und sie ist eine dramatische, entscheidend ist die Hilfe vor Ort. Statt ´Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz` auf die Wahlplakate zu schreiben, haben die verantwortlichen Bundes- und Landespolitiker die Pflicht, sich an einen Tisch zu setzen und kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen zu beschließen und umzusetzen. Das brauchen und verdienen die Menschen!”, erwartet sich Haselwanter-Schneider handfeste Taten.

Die besorgniserregenden Details der aktuellen Arbeitslosenzahlen (Stand Ende Juli 2013):Suche nach einem Job

  • Während Tirol mit +18% den höchsten Anstieg in Österreich verzeichnet, liegt er bei den 3.562 Personen über 50 Jahren mit +33,4 % (+892 Personen) noch einmal deutlich drüber.
  • In allen Regionen ist ein Anstieg zu verzeichnen, dramatisch im Bezirk Schwaz mit 22,5 % (+271 Personen), Kufstein (+22,0% oder +406), Lienz (+18,9 % oder +219), Innsbruck (+18,5 % oder +1.119), Kitzbühel (+17,6 % oder +136), Imst (+15,0 % oder +153), Reutte (+12,5 % oder +44) und Landeck (6,3 % oder +61).
  • Nach Berufsgruppen gibt es den auffälligsten Anstieg mit +16,8 % (+423 Personen) im Tourismus, mit +25,3 % (+393) bei den Hilfsberufen und mit +20,0 % (+350) im Handel.

“Arbeitslosigkeit trifft besonders die weniger gut ausgebildeten und die älteren Arbeitnehmer, aber auch jene, die Jobs haben, arbeiten immer öfter Teilzeit und verdienen insgesamt zu wenig. Daher leiden die Tiroler auch unter den niedrigsten Einkommen in Österreich”, weiß Haselwanter-Schneider.

Liste Fritz Klubobfrau Andrea Haselwanter-SchneiderBildungsgarantie notwendig – kein Tiroler ohne Schul- und Berufsabschluss!

“Der langfristige Schlüssel sind Bildung, Ausbildung und Weiterbildung sowie kurz- und mittelfristig Sonderförderprogramme gerade für ältere Arbeitnehmer. Es braucht eine Bildungsgarantie, dass kein Tiroler ohne Schul- und Berufsabschluss bleibt. Wir haben die geringste Maturanten- und Akademikerquote, wir haben riesigen Bedarf nach mehr Facharbeitern und wir leisten es uns trotzdem, dass wir jährlich rund 350 Hauptschülern keinen wohnortnahen Platz in einer weiterführenden Schule bieten, oder die HTL Übergangsklassen abschaffen. Die Bildungslosen von heute sind die Arbeitslosen von morgen!”, führt Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider aus.