Milchkannen

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol ist die vom Vorstand der Tirol Milch ausgesprochene Zustimmung zur Fusion der Tirol Milch mit der Berglandmilch aus Oberösterreich der falsche Weg.

  „Die einzige Chance für Tirol ist die Stärke seiner Marke Tirol. Das ist das Um und Auf, wer das nicht versteht, kann den Laden dicht machen. Kein Tiroler Konsument und auch kein Handelsunternehmen wird auf eine verwässerte Marke Tirol setzen. Wo Tirol drauf steht darf nichts anderes als Tirol drinnen sein. In Zeiten von Schummelschinken und Analogkäse kommt heute gerade der Glaubwürdigkeit von Lebensmitteln eine immer größere Bedeutung zu“, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

 

Die Konsumenten wollen naturnahe Lebensmittel aus dem Naturkostland Tirol!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol ist der bedingungslose Erhalt der Marke Tirol der einzige und richtige Weg. Auch die Region Tirol steht im Kampf der Regionen, daher muss eine Region erkennbar sein.

„Lebensmittel müssen etwas besonderes sein, eine besondere Herkunft entscheidet über ihren Erfolg. Tirol mit seinen Bergen, mit seiner Landschaft, mit dem noch guten Futter für die Tiere kann sich als naturnahes Land behaupten. Die Tirol Milch ist ein Naturprodukt. Naturnahe Lebensmittel wollen die Konsumenten. Die Fusion aber zeichnet den Weg zur Industrialisierung des Bauernstandes vor, Masse statt Klasse. Der andere Weg ist der richtige, hin zum Naturkostland Tirol. Unsere Bauern müssen selber in die Verantwortung kommen, wo ist etwa der oft angekündigte Feinkostladen Europas?“, fragt sich LA Dinkhauser.

Tirol Milch LogoLA Dinkhauser erfreut über Meinungsschwenk von Platter & Steixner!

Die Entscheidung liegt bei den Bauern. Sie sollen sich nicht von einer kurzfristigen Milchpreiserhöhung blenden lassen, es braucht ein langfristig erfolgreiches Konzept.

„Es freut uns, dass Platter und Steixner mittlerweile auf unseren Weg der Eigenständigkeit der Marke Tirol umgeschwenkt sind. Wir unterstützen sie dabei. Es braucht aber ein mittel- und langfristiges, innovatives Konzept, das klären muss, wie viele Arbeitsplätze und welche Standorte am Ende des Tages bei der Tirol Milch übrig bleiben. Davor können keine weiteren 3 Millionen Euro aus dem Landesbudget zur reinen Verlustabdeckung fließen. Die Tiroler Steuerzahler haben das Unternehmen Tirol Milch in den letzten zehn Jahren mit knapp 23 Millionen Euro kräftig unterstützt“, stellt LA Dinkhauser fest.

Der Fachmann im eigenen Stall gilt nichts!

„Es ist eine Bankrotterklärung für das Management, wenn die Tirol Milch mit 200 von 400 Produkten Verluste schreibt. Leider haben die Tirol Milch Verantwortlichen bei Innovationen geschlafen. Was Ex-EU-Kommissar Franz Fischler schon festgestellt hat, bestätigen die Gutachten. Unverständlich, dass Fischler in Bayern als Berater beschäftigt und dort gut genug ist, die Bauernfunktionäre bei uns aber auf seine Expertise verzichten. Für unseren Antrag, Fischler zum Konsulenten der Landesregierung in Agrarfragen zu machen, haben ÖVP und SPÖ im Landtag keine Zustimmung gegeben“, stellt LA Dinkhauser klar.

Bild:Günter Havlena/pixelio.de