Erschöpfter Arzt

Auf Vorschlag der ÖVP hat der Tiroler Landtag im Rahmen der aktuellen Stunde die Gesundheitsversorgung 2020 diskutiert.

„Statt über Gesundheitspolitik reden wir über Krankheitspolitik. Viele von uns verstehen eine Debatte über Gesundheit ausschließlich als Debatte über ein Krankheitsreparatursystem. Meine Vision ist es, Tirol gesünder zu machen, das heißt Tirol sozialer zu machen. Also finanzielle Armut, soziale Armut und Bildungsarmut Ernst nehmen und bekämpfen. es ist erschreckend und bedenklich, wenn wir im vergangenen Jahr allein in der Psychiatrie in Innsbruck und Hall 11.539 Menschen aufgenommen haben. Das sind etwa so viele Menschen wie in Hall leben und wohnen“, rechnet Sozial- und Gesundheitssprecherin LA Dr. Andrea Haselwanter-Schneider vor.

Mit Vorsorge für ein gesünderes Tirol!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol sieht es als Ziel der Tiroler Gesundheitspolitik den Bereich der Vorsorge zu stärken und auszubauen.
 
„Viele Bürger haben gute Ideen und konkrete Vorstellungen, wie Tirol gesünder werden könnte. Herr Landesrat Tilg, sie haben einen Bürger, der ihnen ein fix fertiges Präventionsprogramm ´Diabetes bei Kindern` vorgelegt hat mit der Erklärung ´Kein Geld dafür` weggeschickt. Gleichzeitig sind sie aber dafür verantwortlich und erhalten ein sündteures Akutbetten-System. Auf 1.000 Tiroler kommen 6,4 Spitalsbetten, damit liegen wir weit über dem EU-Durchschnitt im Spitzenfeld. Dafür geben wir Millionen aus, auch bei uns in Tirol, die uns in der ambulanten Versorgung fehlen. Dafür sperren sie dann Krankenhäuser wie in Kitzbühel einfach zu, ohne Plan. Denn in Kitzbühel gibt es bis heute keine versprochene Nachnutzung mit einem Ambulatorium, keinen Sozialplan für die Mitarbeiter und kein gleichwertiges Ausweichspital. Die Menschen wollen und brauchen die regionale Versorgung, sie brauchen das beste und ausgeruhtes Personal und sie wollen keine 2-Klassen Medizin“, sagt LA Haselwanter-Schneider.