Ein Koch-Lehrling

Im Zuge der Debatte um das Landesbudget 2013 hat Fritz Dinkhauser im Landtag die Idee einer „Lehre mit Matura light“ vorgebracht: Keine Lehre mit Komplettmatura, sondern eine Lehre mit Studienberechtigungsprüfung.

Tirol gehen die Fachkräfte aus!

“Alle Experten bestätigten, dass bis 2015 die Zahl der Facharbeiter auch in Tirol enorm zurückgehen wird und wir daher radikal gegensteuern müssen. Die Lehre muss attraktiver werden. Das Angebot ´Lehre mit Matura` ist für viele interessant, allerdings meist nur in großen Betrieben durchführbar, kleine und mittlere Betriebe sind kaum imstande, ihren Lehrlingen dieses Angebot zu unterbreiten”, erläutert Landtagsabgeordneter Fritz Dinkhauser.

“Lehre mit Matura light” – Lehre mit Studienberechtigungsprüfung

“Meine Idee, die ich auch dem Landesschulrat vorgestellt habe, ist eine Art ´Lehre mit Matura light`, eine Lehre mit Studienberechtigungsprüfung in fünf verschiedenen Fächern. Das ist für die Jugendlichen und die Betriebe machbar. Zudem ist das Polytechnikum als wirkliches Vorbereitungsjahr für den späteren Beruf stärker zu nützen“, erklärt Fritz Dinkhauser seine Idee.

1.000 junge Tiroler jährlich ohne Schul- und Berufsabschluss!

  “Wir müssen auf die größeren Köpfe, nicht auf die längeren Arme setzen. Fakt ist, dass in Tirol jährlich 1.000 junge Menschen ohne Schulabschluss und Berufsabschluss bleiben! Diese Bildungslosen von heute sind die Arbeitslosen von morgen. Jugendliche ohne Ausbildung tun sich am Arbeitsmarkt extrem schwer, sie bleiben Hilfarbeiter oder brauchen das soziale Auffangnetz”, weiß Dinkhauser.

Suche nach einem Job2. und 3. Chance: Kein Tiroler ohne Schul- und Berufsabschluss!

“Das Wesentliche ist, dass wir diesen jungen Menschen eine zweite und dritte Chance bieten, den Schulabschluss und dann den Berufsabschluss nachzuholen. Dazu braucht es mehr Geld für mehr Lehrgänge. Die Schulpflicht allein ist übrigens zu wenig, denn wer zweimal durchfällt, kann derzeit trotzdem ausschulen. Was wir brauchen ist also eine Abschlusspflicht“, stellt Fritz Dinkhauser klar.

Mehr Ehrlichkeit bei Gemeinsamer Schule

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol verlangt Einigkeit und Offenheit – vor allem innerhalb der ÖVP – was die jüngst aufgetauchte Diskussion zur Gemeinsamen Schule der 10 bis 14 Jährigen anbelangt.

“Es wäre gut, wenn die ÖVP in den eigenen Reihen klarstellen würde, was sie unter dieser gemeinsamen Schule versteht, da redet jeder von derselben Überschrift und meint etwas anderes. Platter und Palfrader sind es den Kindern, Jugendlichen, Eltern und Lehrern schuldig, zu sagen, welche Auswirkungen diese gemeinsame Schule auf andere Schultypen, wie die Hauptschulen, die Neuen Mittelschulen, die Sonderschulen oder die AHS-Unterstufen hat. Auch die finanziellen Auswirkungen für mehr Klassenräume und mehr Lehrpersonal sind offenzulegen”, mahnt Fritz Dinkhauser eine ehrlichere Debatte zur gemeinsamen Schule ein.

Die Landtags-Initiativen der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol zur Gemeinsamen Schule der 10 bis 14 Jährigen: