Rettungssanitäter

Wie die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol aus gut informierten Quellen erfahren hat, musste das Land Tirol der Rettungsdienst Gesellschaft im Jänner 3 Millionen € Sonderzuschuss ausbezahlen. Im März 2012 braucht die Rettungsdienst Gesellschaft noch einmal 1,5 Millionen €.

Tilgs Rettung neu: Nicht besser & billiger…

„ÖVP Landesrat Tilg hat sein Versprechen gebrochen: Die Rettung in Tirol wird nicht besser und billiger, sondern schlechter und teurer! Die Rettungsdienst Gesellschaft musste ihre Hausbank um Erhöhung des Kreditrahmens ersuchen und war nur mehr bis Jänner flüssig. In einer finanziellen Notoperation muss das Land, sprich die Tiroler Steuerzahler, im heurigen Frühjahr insgesamt 4,5 Millionen Euro frisches Geld zuschießen”, berichtet Klubobmann LA Bernhard Ernst.

…sondern schlechter & teurer!

“Die im Landesbudget 2012 vorgesehenen Mittel von 14,5 Millionen Euro für das bodengebundene Rettungssystem und 8,9 Millionen Euro für die Notärzte scheinen nicht zu reichen. Laut internen Berechnungen geht die Rettungsdienst Gesellschaft von notwendigen 35,8 Millionen Euro für 2012 aus. Dieses gewaltige Finanzloch hat ÖVP Landesrat Tilg zu verantworten!, stellt Klubobmann LA Bernhard Ernst klar.

Weitere Baustellen im Rettungsdienst:

  • Die unzumutbaren Arbeitsbedingungen für die freiwilligen und hauptberuflichen Retter.
  • Die teuren privaten Krankentransporte.

Teure private Krankentransporte!

„Bei jedem privaten Krankentransport kassiert das Land Tirol pro Fahrt 25% des Preises. Somit müssen Patienten beispielsweise 130 Euro für einen Transport bezahlen. Derartige Tarife sind gerade für chronisch kranke Tiroler, wie etwa Dialyse-Patienten oder Krebspatienten, die zur Chemo müssen, unzumutbar!, ärgert sich LA Bernhard Ernst.

Unzumutbare Arbeitsbedingungen für die Retter!

“Unzumutbar sind auch die Arbeitsbedingungen für die freiwilligen und hauptberuflichen Retter. Um die flächendeckende Versorgung zu erreichen, werden Rettungsteams an für die Leitstelle Tirol strategisch günstigen Orten platziert. Für die Mitarbeiter heißt das auf irgendeinem Parkplatz bei Minustemperaturen oder laufendem Motor auf den Einsatz zu warten. Die prekäre Situation beweist nicht zuletzt der Leserbrief von Professor Dr. Fluckinger, dem leitenden Arzt des Roten Kreuzes. Dieser Leserbrief ist de facto ein Hilferuf des Vorstandes des Roten Kreuzes“, meint LA Bernhard Ernst, selbst langjähriger freiwilliger Retter.

Im Wortlaut:

Tilgs Rettungspolitik ist gescheitert…

„Die unzureichende Finanzierung, die unzumutbare Kostenbelastung für die Patienten und die absolut nicht zufriedenstellenden Arbeitsbedingungen für die tausenden freiwilligen und hauptberuflichen Mitarbeiter des Roten Kreuzes sind Beweise für die gescheiterte Politik von ÖVP Landesrat Tilg. Die wiederholten Ausreden Tilgs, nicht zuständig zu sein, genügen uns nicht!”, so LA Ernst.

ÖVP trägt Gesamtverantwortung!

“Tilg muss sich fragen, wie er mit einem christlich-sozialen Weltbild Tiroler Patienten immer noch stärker finanziell belasten oder Mitarbeiter im Regen stehen lassen kann. Die ÖVP hat den Rettungsdienst neu gegen alle Widerstände und Warnungen sowie mit dem Risiko der Zerschlagung durchgezogen und kann sich jetzt nicht aus der Gesamtverantwortung für die Tiroler Rettungspolitik stehlen!“, erklärt LA Bernhard Ernst.