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Fritz Dinkhauser, Andrea Haselwanter-Schneider und Andreas Brugger von der Liste Fritz

programmgesundheit&pflege

Österreich muss ein Land sein, in dem Gesundheit als fest verankerter Grundwert keine Frage von arm oder reich, billig oder teuer ist!

Schau dir unsere aktuellen Initiativen zum Thema Gesundheit an.

Wir wollen auch in Zukunft eine qualitativ hochwertige, solidarische, effektive und effiziente, allen frei zugängliche und gleichwertige Gesundheitsversorgung in Österreich sicherstellen. Das solidarische Gesundheitssystem soll erhalten und verbessert werden. Eine hochstehende medizinische Versorgung für alle Menschen in Österreich – unabhängig von Einkommen, Alter, Herkunft, Region oder Geschlecht – ist vorrangiges Ziel. Die Finanzierbarkeit des österreichischen Gesundheitswesens soll unter Berücksichtigung der finanziellen Rahmenbedingungen und eines möglichst effizienten Mitteleinsatzes durch eine gesamthafte regionale Planung, Steuerung und Finanzierung abgesichert werden. Weiters gilt es, unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Gegebenheiten in den Bundesländern das gesamte Gesundheitssystem überregional und sektorenübergreifend entsprechend den demographischen Entwicklungen und Bedürfnissen ständig zu analysieren und weiter zu entwickeln. Dabei sollen zukünftige Prävention und Gesundheitsförderung sowohl in einem personenorientierten als auch lebensweltorientierten Ansatz einen besonderen Stellenwert einnehmen.


Wir sehen insbesondere in folgenden fünf Bereichen des Gesundheitswesens Handlungsbedarf:

  • Prävention und Gesundheitsförderung ausbauen und vertiefen

  • Qualität im Gesundheitswesen sichern

  • Medizinische und technische Innovationen ermöglichen

  • Effiziente und transparente Strukturen schaffen

  • Nachhaltige solidarische Finanzierung sichern

patientenverträglichkeitsprüfung

Was für die Umwelt („Umweltverträglichkeitsprüfung“) gut ist sollte auch für die Menschen gelten. Nachdem über die Gesundheit der Menschen ja nicht nur im Bereich des eigentlichen Gesundheitswesens entschieden wird, sondern in allen Politikfeldern gesundheitsrelevante Maßnahmen gesetzt werden (z.B. Arbeit, Verkehr, Soziales, Schulwesen, Wirtschaft), ist sicherzustellen, dass diese Maßnahmen anderer Ressorts vor ihrer Beschlussfassung und Gesetzwerdung einer sogenannten „Patientenverträglichkeitsprüfung“ unterzogen werden.

gemeinsame verantwortung

Es besteht der Bedarf, Versorgungsprozesse für die Patienten so zu gestalten, dass Vorsorge, Diagnose, Behandlung, Rehabilitation und Pflege in der richtigen Reihenfolge, von der richtigen Stelle, zur rechten Zeit und qualitätsvoll erbracht wird. Insbesondere Bund, Länder und Sozialversicherung, aber auch alle Leistungserbringer haben Leistungsangebote, Patientenpfade und Finanzierungsmodelle abzustimmen. Die bestehende sektorale Trennung ist zu überwinden. Dies bringt Effektivität und Effizienz ins System und verbessert die Versorgungskette zum Wohle des Patienten. Ziel ist eine den regionalen Bedürfnissen entsprechende integrierte Gesamtplanung eines patientenorientierten Leistungsangebotes, das alle Versorgungsbereiche umfasst.

gesundheit fördern - krankheit vermeiden

Die Versorgung mit medizinischen Leistungen ist laut Erhebungen der OECD nur zu rund 10 % bestimmend für den Gesundheitszustand der Bevölkerung. Vielmehr Bedeutung kommt dabei dem Lebensstil (rund 37 %) und den Umwelteinflüssen (auch Arbeitsumwelt – rund 24 %) zu. Nahezu 2 / 3 aller Einflussfaktoren liegen daher in Bereichen, die nur zum Teil oder gar nicht im „Wirkungsbereich“ der finanzintensiven Krankenbehandlung (Ärzte, Krankenhäuser, Heilmittel, etc.) liegen.


Daher ist der möglichst eigenverantwortliche Umgang mit dem persönlichen Wohlbefinden und der Fitness zu fördern. Alle Aktivitäten von Bund, Ländern und Sozialversicherung im Rahmen der betrieblichen und schulischen Gesundheitsförderung, bei Ernährungs- und Bewegungsprogrammen sind abzustimmen und in einer nationalen Strategie effektiv und effizient zu bündeln. Gezielte Aktionen zur Eindämmung der Volkskrankheiten Übergewicht,

Bluthochdruck und Diabetes sind notwendig. Der steigenden Alkohol- und Drogenproblematik, insbesondere bei Jugendlichen ist mit einem umfassenden Konzept zu begegnen.

leistungsauftrag der krankenversicherung klären

Seit Jahren trägt die soziale Krankenversicherung Kosten für Leistungen, die nicht zu ihrem eigentlichen Leistungsprofil gehören, zu Lasten der Versichertengemeinschaft (z. B. verbilligte Studentenversicherung, nicht kostendeckende Pauschaltarife für Asylwerber, nur Teilersatz für Wochengeld). Die Politik hat den Krankenversicherungen den Ausfall von Beitragsleistungen zu ersetzen.

gesundheitswesen schafft arbeitsplätze

Das österreichische Gesundheitswesen ist nicht nur ein Kostenfaktor – 10,1% des BIP oder 26,1 Mrd. Euro werden aufgewendet – sondern auch ein sich kräftig entwickelnder Markt und Wirtschaftsfaktor. Rund 350.000 Menschen sind direkt und indirekt (Zulieferer, usw.) im und im Umfeld des Gesundheitswesens beschäftigt. Die Qualität dieser Dienstleistungen und die medizinischen und technischen Innovationen sind daher zu fördern und auszubauen.

Stärkung der Hausärzte und niedergelassenen Fachärzte. Eine wohnortnahe dezentrale Basis- und fachärztliche Versorgung sichert allen den Zugang zu medizinischen Leistungen.

Basis jeder guten Behandlung ist das vertrauensvolle Arzt – Patientenverhältnis; indiesem Sinne ist die Rolle des Hausarztes als Schlüsselfigur im Rahmen eines abgestuften Versorgungskonzeptes zu stärken. Die Ausbildung ist entsprechend anzupassen. Neue Zusammenarbeitsformen im Sinne „ambulanter Gesundheitszentren“ sollen dabei diese Absicht und zugleich insbesondere die fachliche und zeitliche Verfügbarkeit des Angebotes im Sinne der Patientenversorgung verstärken. Das durch die Politik verursachte Krankenkassen-Defizit ist durch den Staat abzudecken.

krankenversicherung langfristig absichern

Die seit Jahren andauernde Diskussion um die Defizite der Krankenkassen schadet der Akzeptanz und der Wertschätzung gegenüber einem bewährten und europaweit anerkanntem System. Die nachhaltige Absicherung der Finanzierbarkeit ist wesentlich, um die soziale Sicherheit in Österreich weiter garantieren zu können. Unter anderem sind dazu etwa die vollständige Refundierung der Mehrwertsteuer auf Medikamente, der Ersatz der Aufwendungen für Wochengeld oder der Anteil der Pensionsversicherung am Krankenversicherungsbeitrag für Pensionisten (Hebesatz) anzuheben. Die dynamische Kostenentwicklung bei den Medikamenten ist durch geeignete Maßnahmen (Generikaförderung, Anreizmodelle mit Wirkung auf das Verschreibe- und Konsumverhalten, etc.) zu dämpfen. Wir treten für die Einführung einer Ausfalls-Versicherung für entfallene Dienstgeber- und Dienstnehmerbeiträge ein.

krankenversicherung solidarisch finanzieren

Die bestehende nahezu gleichteilige Finanzierung der sozialen Krankenversicherung durch Dienstgeber und Dienstnehmer und das Solidaritätsprinzip sind beizubehalten. Wir wollen keine weiteren Belastungen von Dienstnehmern und Dienstgebern durch Beitragserhöhungen ohne adäquate Anpassungen im Leistungsgefüge der sozialen Krankenversicherung (insbesondere zahnmedizinische Leistungen, Psychotherapie, ambulante Rehabilitation).

selbstverwaltung modernisieren

Das System der Selbstverwaltung im Sinne des Handelns für die Solidargemeinschaft hat sich an sich bewährt. Die wachsende Komplexität der Materie Gesundheit und das Tempo mit dem Innovationen und Informationen gewechselt werden überfordert die bestehende Form und Struktur der Selbstverwaltung. Die Selbstverwaltung ist zu professionalisieren. Im Mittelpunkt ihrer Kompetenzen sollten gesamthafte und strategische Fragen, nicht das operative Geschäft, stehen.

keine weiteren selbstbehalte

Selbstbehalte waren in den letzten Jahren die am stärksten steigende Einnahmequelle der Kassen. Belastend sind dabei insbesondere die Kostenbeteiligung bei Zahnersatz (bis zu 50 %), bei Krankentransporten, bei Heilbehelfen und Hilfsmitteln und bei Krankenhausaufenthalten. Die finanziellen Belastungen für die Patienten sind zu dämpfen und negative Steuerungseffekte (Zugangsbeschränkungen) sind festzustellen und abzubauen.

gesundheit fördern

Nicht mehr die Behandlung, sondern die Verhinderung von Krankheiten muss in den Mittelpunkt gestellt werden. Eine Wirkungsorientierte Gesundheitspolitik muss zukunftsgerichtete, langfristige Maßnahmen setzen. Primäre Prävention soll den Menschen helfen, gesund alt zu werden. Dazu dienen alle medizinischen und sozialen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Vorbeugung von Krankheiten und Unfällen sowie deren Folgen. Die Schaffung, Regelung und Steuerung der sozialen Strukturen ist Aufgabe der Solidargemeinschaft.

prävention ausbauen & erleichtern

Ein wichtiges Beispiel im Bereich der Infektionskrankheiten stellen die Impfungen, laut WHO ein Kinder- und Menschenrecht, bzw. der uneingeschränkte Zugang dazu für alle, dar.

Letztlich hängt die persönliche Gesundheit von der Entscheidung jeder einzelnen Bürgerin und jedes einzelnen Bürgers ab. Zuverlässige und verständliche Information schon ab dem Kleinkindalter und entsprechende Unterstützung der Bevölkerung sollten zu einer Änderung von Verhaltensweisen führen, die vernünftige Ernährung, ausreichende körperliche Aktivität, Einschränkung von Nikotin- und Alkoholkonsum und geeigneten Stressbewältigungsmechanismen zur Folge haben.

freier zugang zur besten medizin

Jeder Bürgerin und jedem Bürger unseres Landes muss bei entsprechender medizinischer Indikation uneingeschränkt Zugang zu den für sie/ihn besten und geeigneten Mitteln der modernen Diagnostik und Behandlungsmethoden gewährleistet werden. Auch ältere und chronisch kranke Menschen müssen im Sinne des Generationenvertrages die beste medizinische Versorgung und Pflege erhalten. Medizinische Notwendigkeiten müssen immer Vorrang vor wirtschaftlichen Überlegungen haben. Jede Bürgerin/Jeder Bürger muss langfristig darauf vertrauen können, dass sie/er nach den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft betreut und behandelt wird. Die ärztliche Freiberuflichkeit ist der Garant für die Entscheidungsfreiheit und die Qualität der ärztlichen Berufsausübung. Sie garantiert, dass Ärzte in ihren Handlungsweisen nicht durch staatliche und ökonomische Zwänge eingeengt, sondern einzig dem Wohle des Patienten verantwortlich sind.

jedem bürger der arzt seines vertrauens

Die Möglichkeit einen Arzt/eine Ärztin seines Vertrauens zu wählen, egal ob Hausarzt oder Facharzt, muss jeder Bürgerin/jedem Bürger erhalten bleiben. Das Verhältnis zwischen Patient und Arzt darf nicht durch Institutionalisierung und Reglementierung immer mehr seiner Individualität beraubt werden. Einfühlungsvermögen und Empathie sind für Ärzte notwendig, um helfen zu können. Da die Probleme der Menschen, die zum Arzt gehen, oft sehr privater Natur sind, entsteht ein persönliches Arzt-Patienten-Verhältnis, das in sich schon eine Wirkungskraft entfalten kann.

patienten-vertrauen fördert gesundheit

Nur wer sich gut aufgehoben fühlt und Vertrauen in den behandelnden Arzt hat, versteht, warum bestimmte Behandlungen nötig sind, und wird auch die Behandlung mittragen und somit Erfolge in der Therapie erleben. Die ärztliche Schweigepflicht stellt eine wichtige Grundlage für das Vertrauensverhältnis zwischen behandelnder Fachperson und Patientin oder Patient dar! Nur wer sich darauf verlassen kann, dass die anvertrauten Geheimnisse gewahrt werden, wird sich einer Fachperson wirklich voll anvertrauen und damit erst ihre Arbeit ermöglichen. Die den ÄrztInnen anvertrauten intimen PatientInnendaten dürfen im Sinne einer allgemeinen Vernetzung und offener Patientenakten nicht missbräuchlich verwendet werden.

flächendeckende gesundheitsversorgung

Landesweit muss weiterhin eine qualitativ hochwertige, patientInnenfreundliche und flächendeckende Versorgung angeboten werden. Die Niederlassung von Ärzten in unterversorgten Gebieten, insbesondere im ländlichen Raum, muss durch gezielte Maßnahmen gefördert werden. Rezertifizierung von Kassenverträgen sind abzulehnen um den ärztlichen Praxen das wirtschaftliche Überleben zu sichern.

pflege & betreuung sichern

In Österreich leben derzeit ca. 8 Mio. Menschen, von denen knapp 1,8 Mio. über 60 Jahre alt und rund 1,3 Mio. unter 15 Jahren alt sind. In Zukunft wird sich die Bevölkerungsstruktur zu Gunsten der über 60-Jährigen ändern. Ist 2001 jeder 5. über 60 Jahre alt, wird es 2050 schon jeder 3. sein. Derzeit leben in unserem Land über eine halbe Million betreuungsbedürftiger Menschen, 360.000 Personen (4,5% der Bevölkerung) von ihnen beziehen Pflegegeld. Von den PflegegeldbezieherInnen sind rund 88% bereits älter als 61 Jahre und rund 2/3 sind Frauen. 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen in ganz Österreich werden zu Hause von ihren Angehörigen betreut.

Menschen mit Pflegebedarf werden immer mehr zu Kostenfaktoren degradiert, ihre Bedürfnisse geraten in den Hintergrund

Um die Würde und Lebensqualität sowohl der Pflegebedürftigen, als auch ihrer betreuenden Angehörigen zu wahren, müssen geeignete Rahmenbedingungen geschaffen werden. Schnittstellenmanagement zwischen den Versorgungssystemen und Vernetzung aller involvierten Dienste (Krankenhaus, Familienpflege, mobile Dienste, stationäre und teilstationäre Einrichtungen, niedergelassene Ärzte) zur Sicherung einer kontinuierlichen Betreuung sind genauso wichtig wie die Imagesteigerung der Pflegeberufe und damit Möglichkeit der Bereitstellung von mehr legalem Pflegepersonal oder Schaffung neuer Wohnformen für Pflegebedürftige.


Zudem setzen wir uns im Bereich der Pflege für folgendes ein:

  • Harmonisierung der Pflegegebühren in Österreich

  • die Einrichtung von Sozialsprengel mit gemeinsamen Profil-Drehscheiben für ambulante und stationäre Betreuung

  • Einrichtung einer Pflegeversicherung – ähnlich einer Freizeitversicherung

  • die sozialrechtliche Absicherung von Pflegepersonen im Bereich der privaten Pflege

  • Aufbau eines Systems von Pflege-Betreuern und diplomierten Pflegern


Die Liste Fritz - Bürgerforum Tirol setzt sich zusammengefasst für folgendes ein:

freie arztwahl

  • die freie Arztwahl, egal ob Hausarzt oder Facharzt ist ein Grundrecht

  • Es muss auch weiterhin eine entsprechende Vergütung der wahlärztlichen Leistungen erfolgen

medikamentensicherheit

  • Medikamente werden nach Notwendigkeit und Verträglichkeit weiterhin nur vom Arzt verordnet!

  • Ökonomisch begründetet Einschränkungen sind indiskutabel.

moderne und "beste" medizin für alle

  • die Möglichkeiten moderner Diagnostik und Behandlungsmethoden sollen auch zukünftig bei medizinischer Indikation jedem zur Verfügung stehen.

    Generationenvertrag

  • Auch älteren und chronisch kranken Menschen soll die beste medizinische Versorgung angeboten werden.

  • Keine Einschränkung bei Operationen oder Therapien aus Kostengründen!

gläsernen Patienten verhindern

schon heute führen Datenabfragen von Versicherungen zu oft ungerechtfertigten Ausschlüssen von Kreditabschlüssen, etc.

  • Datenübermittlung für Einsparungen (Doppelbefundung): ja

  • allgemeine Vernetzung und offene Patientenakten: nein!