Der Alpeiner Bach

Trotz eines eindeutigen Neins der Bürger bei der Volksbefragung in Neustift – 85% gegen die Wasserableitung bei 47% Wahlbeteiligung – planen Landesregierung und TIWAG weiter mit dem Wasser aus dem Stubai, das sie für das Pumpspeicherkraftwerk Kühtai II (Sellrain-Silz) ableiten wollen. (Die Folgen solcher Wasserableitungen zeigen sich am Alpeiner Bach im Stubai)

Zum Nachlesen: Wie sich Platters-ÖVP vor einem “Bürger-Flächenbrand” fürchtet

Wasser gehört Tirolern, nicht TIWAG oder Landesregierung!

„Es ist einer reifen Demokratie unwürdig, dass Volksbefragungen nicht bindend sind und über den Bürgerwillen politisch rücksichtslos drübergefahren wird. Wir wollen und werden das ändern. Die Stubaier kämpfen um ihr Wasser und wir kämpfen mit ihnen. TIWAG-General Wallnöfer ist nicht der Scheich von Tirol, sondern der Schani und Diener der Bürger. Das Wasser gehört nicht der TIWAG oder der Landesregierung, sondern den Tirolern. Es gibt Alternativen, wie das Stubaier Wasser im Tal zu nützen ist. Die gehören ordentlich geprüft, weil sie die Wertschöpfung in der Region und in den Gemeinden lassen“, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

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Wasser gegen Geld: ÖVP setzt Gemeinden unter Druck!

Kein Verständnis hat die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol für einen jetzt aufgetauchten ÖVP-Brief des Bauernbundabgeordneten Plautz aus dem Frühjahr 2012 an die Stubaier Kraftwerksgemeinden.

„Diese ÖVP-Politik die Gemeinden nach dem Motto ´Nur wenn euer Wasser fließt, fließt auch Geld` zu erpressen und unter Druck zu setzen, lehnen wir ab. Unser Ziel sind unabhängige und selbständige Bürgermeister. Daher werde ich auch eine gesetzliche Regelung bei Kraftwerksprojekten für alle Tiroler Gemeinden im Landtag beantragen. Angekündigt hat die ÖVP dazu schon genug. Es braucht endlich objektive und nachvollziehbare Regelungen, wie viel die Gemeinden zu bekommen haben. Mit Feilschen wie am Basar und dem Hoffen auf die guten Beziehungen zur ÖVP oder zur TIWAG muss Schluss sein! Die Region muss der Nutznießer sein und darf nicht abgespeist werden“, verlangt LA Fritz Dinkhauser.

Im Wortlaut: Wie die ÖVP die Gemeinden unetr Druck setzen will. Der Plautz-Brief

Damit die Bürger vor Ort profitieren, Alternativprojekte prüfen!

„Wenn sich die Stubaier Gemeinden zusammentun, können wir das Stubaier Wasser im Stubaital nutzen. Ich habe mir mit Fachleuten angeschaut, was im Stubaital möglich wäre. Es gibt dort, wo die Ruetz schon stark verbaut ist, vier konkrete Möglichkeiten für ein regionales Kraftwerk. Diese Varianten sind zu prüfen, bevor das Stubaier Wasser für alle Zeit abgeleitet wird. Noch dazu für ein Projekt wie Kühtai II, das den Cross Border Verträgen unterliegt. Damit verscherbeln Platter und die TIWAG das Stubaier Wasser bis zum Auslaufen der Cross Border Verträge im Jahr 2095 an die Amerikaner. Das wollen wir sicher nicht!“, erklärt LA Gottfried Kapferer.

Hintergrund: Alternative Laufkraftprojekte entlang der Ruetz, die zu prüfen sind