Ein Kind beim Malen

Stadt Hall und Land Tirol stehen in der Pflicht!

“Das Trauerspiel um die Streichung von Kinderbetreuungsplätzen im Eltern-Kind-Zentrum in Hall ist von Stadt und Land schnellstens zu beenden. Stadt Hall und Land Tirol stehen in der Pflicht, die dringend benötigten Betreuungsplätze sicherzustellen. Das Haller Beispiel ist leider kein Einzelfall im Land, sondern hat System”, zeigt Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider auf.

Zum Nachlesen:

Kinderbetreuung: Mehr Gruppen, weniger Förderung!

“Während die erste Kinderbetreuungsgruppe noch gut gefördert wird, klafft bei der zweiten und dritten ein riesiges Loch. Die privaten Vereine sind dann irgendwann nicht mehr im Stande diese jährliche Finanzierungslücke aus Rücklagen oder über höhere Elternbeiträge zu finanzieren. Wenn dann noch das finanzielle Feilschen und Ping-Pong-Spiel zwischen Gemeinde und Land beginnt, bleibt meist nur der Ausweg eine Kindergruppe zu schließen. Die Leidtragenden sind die Kinder und ihre Eltern. Die Familien stehen ohne Kinderbetreuungsplatz da, was für viele ein gewaltiges Problem bringt, weil sie etwa nicht mehr arbeiten gehen können. Ein von der Platter-Regierung immer wieder propagiertes kinderfreundlichstes Bundesland Tirol würde meiner Ansicht nach anders ausschauen”, erklärt Andrea Haselwanter-Schneider.

Kinderbetreuungsgesetz verbessern: Förderung, Mieten Personal!

Liste Fritz Klubobfrau Andrea Haselwanter-SchneiderDie Liste Fritz – Bürgerforum Tirol will das an sich ordentliche Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsgesetz 2010 ändern und verbessern.

“Was die Förderung der einzelnen Kinderbetreuungsgruppen betrifft, dürfen die Draufzahler nicht jene Einrichtungen sein, die mehr Plätze anbieten, was derzeit aber leider der Fall ist. Aus Gesprächen mit Praktikern wissen wir auch, dass gerade die privaten Einrichtungen in Innsbruck unter den hohen Mietpreisen leiden, sie bräuchten eine Unterstützung, um die zum Teil extrem hohen Mieten für die Kinderbetreuungseinrichtungen etwas abzufedern. Schließlich müssen wir das Gesetz in punkto Personal praxistauglicher machen. Natürlich soll die Kinderbetreuung qualitativ hochwertig sein, aber es stellt sich schon die Frage, ob es für die Betreuung von ein oder zwei Kindern am Nachmittag zwei Betreuungspersonen braucht. Gerade die Personalkosten bringen viele Betreuungseinrichtungen finanziell an die Grenzen”, weiß Andrea Haselwanter-Schneider.

Liste FRITZ: Rechtsanspruch auf Kinderbetreuungsplatz!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol zeigen Fälle wie in Hall, wie notwendig der Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz für die Tiroler Eltern ist. Die Liste Fritz hat den Rechtsanspruch im Landtag auch beantragt.

“Erst ein Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz bringt den Eltern in Tirol wirklich Sicherheit. Sie müssen sich darauf verlassen können, einen Betreuungsplatz für ihre Kleinen zu bekommen. Das ist für die mehr als 20.000 Alleinerziehenden in Tirol unabdingbar, wenn sie nicht im sozialen Netz landen sollen und es ist wichtig, um Frauen aus der Teilzeitfalle zu holen, die sich oft in niedrigen Löhnen und später in niedrigen Pensionen niederschlägt. Viele Familien brauchen schlichtweg zwei Einkommen zum Auskommen”, stellt Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider fest.

Foto: Mike Frajese, pixelio.de