“Die vorhandenen Straßennetze im Zillertal sind neu aufzuteilen und besser zu nützen. An Spitzentagen können Nebenstraßen im Zillertal dazu dienen, den Verkehr in einer Art großem, geordneten und regulierten Kreisverkehr auf der einen Seite ins Zillertal hineinzuführen und auf der anderen aus dem Zillertal hinauszuleiten. In beiden Richtungen stehen dann zwei Fahrbahnen zur Verfügung, der Verkehr kann fließen und unnötige Staus können dadurch vermieden werden”, stellt Helmuth Werth, Bezirksspitzenkandidat der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol, seine unkonventionelle Idee vor.

Zillertaler Straßen als Kreisverkehr an Spitzentagen

“Eine Art großer Kreisverkehr im Zillertal an Spitzentagen ist auch positiv für die Umwelt, weil fließender Verkehr weniger Emissionen bedeutet als stauender Verkehr. Solche Maßnahmen gibt es in einigen Städten in Deutschland, Frankreich und Dänemark und dort fließt der Verkehr wieder, Staus und übliche Blockabfertigungen werden verhindert. Alle Beteiligten von Wirtschaft, Politik und Verwaltung müssen zusammenspielen und die Hotel- und Liftbetreiber als Hauptverursacher des Verkehrsproblems sind in die Pflicht zu nehmen“, verlangt Werth.

Wöchentliche Staus sind Bürgern nicht länger zumutbar!

“Es besteht dringender Handlungsbedarf, es ist den Zillertalern nicht länger zuzumuten, Wochenende für Wochenende Verkehrs-Kolonnen, Lärm und schlechte Luft ertragen zu müssen. Das Zillertal als Tourismustal braucht einen funktionierenden Verkehr, die Einheimischen und Touristen brauchen Entlastung. Die B 169 wird auch nach Realisierung der in Planung befindlichen Ausbau- und Sanierungsmaßnahmen nicht in der Lage sein, wesentlich mehr Verkehr aufzunehmen als bisher. Zusätzliche Knoten- und Staupunkte sind unbedingt zu vermeiden”, meint Helmuth Werth.

Verkehrsentlastung muss umsetzbar & finanzierbar sein

Andere Vorschläge lehnt Helmuth Werth nicht kategorisch ab, aberer beurteilt ihre Machbarkeit kritisch.

“Die Grünen-Vorschläge für ein drittes Gleis für die Zillertalbahn rücken in weite Ferne. Bereits der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke war geprägt von Widerständen wegen Grundinanspruchnahmen und Drohungen mit Enteignungen. Dazu kommen immense Kosten. Die FPÖ schmückt sich mit fremden Federn, wenn sie eine jahrelange Forderung der dortigen Bevölkerung aufgreift, nämlich nach einer Unterflurtrasse zwischen Sägewerk Binder und der „Zillertaler Tenne“ in Fügen. Auch das bedeutet immense Kosten. Meine Idee ist ohne neue bauliche Maßnahmen, rasch und kostengünstig umsetzbar und bringt eine spürbare Entlastung für die Betroffenen“, wirbt Helmuth Werth um Unterstützung für seine Idee.