Geldhaus

Im Rahmen der Aktuellen Stunde des Juli-Landtages haben die Abgeordneten heute auf Vorschlag der Grünen über das Thema „Die Rolle der gemeinnützigen Wohnbauträger für leistbares Wohnen in Tirol“ debattiert.

Wohnkosten sind hoch und werden ständig höher!

„Wohnen in Tirol ist teuer und wird ständig teurer. Für viele Tiroler ist der tägliche Wohnkostenhorror unerträglich, erst recht angesichts der Österreichweit schlechtesten Einkommen, die in Tirol durchschnittlich bei 1.296 Euro netto, 14 Mal pro Jahr, liegen. Eigentumswohnungen am freien Markt kosten über 3.000 Euro pro Quadratmeter, Mietwohnungen am freien Markt kosten in Innsbruck um die 11 Euro pro Quadratmeter”, sagt LA Fritz Dinkhauser.

Zum Nach- und Weiterlesen: Zahlen, Fakten & Rechenbeispiele

Zum Nachschauen auf fritztv.:

“Ganz oben auf der Agenda der Liste Fritz”

Geförderte Wohnungen auch teuer!

“Auch geförderte Wohnungen sind teuer. Bei einer geförderten 80 Quadratmeter Mietwohnung fallen 800 Euro Miete und Betriebskosten an, bei einer geförderten 95 Quadratmeter Eigentumswohnung sind rund 1.200 Euro pro Monat für Rückzahlung und Betriebskosten zu berappen. Bei 70.000 Euro Eigenmittel. Ob es ÖVP und SPÖ in ihr politisches Konzept samt getätigter Wahlversprechen passt oder nicht, Fakt ist, viele Menschen können sich die hohen Wohnkosten nicht mehr leisten. Die Politik und speziell die ÖVP-SPÖ Landesregierung sind gefordert, hier stärker steuernd einzugreifen“, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Hohe Wohnkosten – viele Preistreiber – einige Profiteure!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol sieht für die horrend hohen Wohnkosten mehrere Faktoren verantwortlich: Die künstliche Verknappung der Grundstücke, etwa über das Grundverkehrsgesetz, verursacht hohe Grundstückspreise. Dagegen hat die Opposition Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof eingelegt. Ebenso profitieren Banken und Teile der Bauwirtschaft von den hohen Wohnkosten. An diesen Schrauben kann und muss die Landesregierung drehen. Zusätzlich hat die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol mittels Dringlichkeitsantrag im Landtag vorgeschlagen, die Wohnbauförderung neu zu gestalten.

Wohnbauförderung neu gestalten… 

„Die derzeitigen Wohnkosten sind unfair, unsozial und unhaltbar. Ich garantiere, dass Wohnen günstiger werden kann. Salzburg kann uns als Modell dienen. Dort sind das Bauvolumen in vier Jahren um 35% erhöht und die Mietkosten um 10% gesenkt worden. Bei Mietwohnungen fördert Salzburg etwa 100%, Tirol nur 45%. In Salzburg hat das Land im vergangenen Jahr 44 Millionen dazugezahlt, in Tirol zahlt das Land seit 2005 nichts mehr dazu, die Wohnbauförderung finanziert sich aus den Rückflüssen und aus dem Bundeszuschuss. Die Tiroler wollen leistbares Wohnen und kein parteipolitisches Hick-Hack, wir sind gemeinsam gefordert, politische Scheuklappen abzulegen und Wohnen für die Bürger und besonders für die jungen Menschen finanzierbarer zu machen“, stellt LA Dinkhauser klar.