Tiroler Wasserkraft

„Wenn es nicht so ernst wäre und um so viel Geld der Tiroler Steuerzahler gehen würde, müsste man es ja für einen Wallnöfer-Faschingsscherz halten. Die TIWAG will sich allen Ernstes mit 150 Millionen Euro – das sind rund 2 Milliarden Schilling – an einem Steinkohle Kraftwerk in der ehemaligen DDR beteiligen. Ein Projekt aus der Energie-Steinzeit. Die TIWAG will Millionen Euro im Ausland investieren statt sie für eine moderne Energiepolitik mit Effizienz steigernden Maßnahmen im Bereich der Wärmeenergie oder im Bereich der Nutzung der Biomasse und des Biogases zu investieren. Damit würde nämlich nicht das Geld der Tiroler Steuerzahler ins Ausland fließen, sondern es würden in Tirol Aufträge an kleinere und mittlere Unternehmen vergeben, Arbeitsplätze für viele Tiroler gesichert und die Geldbörsen der Familien im Land entlastet.“, sagt LA Bernhard Ernst von der zweitstärksten politischen Kraft im Land.

Für welche Energiepolitik stehen sie Herr Platter?

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol erwartet sich von Landeshauptmann Platter jetzt eine klare Positionierung. Er muss sich bekennen, ob er zu den vom Landtag beschlossenen Energie-Richtlinien steht, wonach heimische Energieträger zu nutzen sind.

„Landeshauptmann Platter muss handeln. Tirol ist Mitglied des Klimabündnisses. Die Mitglieder verpflichten sich alles zu unternehmen, um die Klimaschutz-Ziele zu erreichen. Ein zentraler Punkt dabei ist die Verringerung des CO2 Ausstoßes. Ein Steinkohle Kraftwerk widerspricht dem ganz klar. Es widerspricht zudem jeder modernen und zukunftsweisenden Energiepolitik. Das ist ein Projekt wie aus den 70er Jahren. Nur die ewige Giga-Mega-Super- Philosophie Wallnöfers kann zu solch einer absurden Beteiligung für ein Projekt aus der Energie-Vergangenheit führen.“, meint LA Ernst, Energiesprecher der Liste Fritz.